Sulzbach-Laufen B 19: Vollsperrung bedeutet „voll gesperrt“

Sulzbach-Laufen / Brigitte Hofmann 24.08.2018
Die Arbeiten an der B 19 sind in vollem Gang. Doch dreiste Autofahrer ignorieren sämtliche Sperrschilder.

Mit Hochdruck wird an der Anbindung des Gewerbegebiets Kocherwiesen an die B 19 am westlichen Ortseingang von Sulzbach-Laufen gearbeitet. Pa­rallel dazu wird der Straßenbelag der Bundesstraße in diesem Abschnitt erneuert. Straßenbauer, Pflasterer und der Bitumen-Trupp der Tiefbaufirma Georg Eichele aus Untergröningen waren gestern gleichzeitig im Einsatz. Alles ist exakt durchgeplant, erklärt Bauleiter Helmut Arnold vom Gemeindeveraltungsverband Limpurger Land.

Gestern wurden die Fundamente für die Straßenbeschilderung gesetzt, an der Oberflächenentwässerung gearbeitet, die Tragschicht für die Deckenerneuerung eingebaut. Heute kommt die bituminöse Bindeschicht drauf, am Montag die Deckschicht. Von da an darf für eine bestimmte Zeit keinerlei Verkehr mehr auf der Fahrbahn stattfinden, damit die Schicht keinen Schaden nimmt. Der 5., 6. und 7. September sind für Markierungsarbeiten und die Beschilderung vorgesehen. Ist die Abnahme erfolgt, kann pünktlich zum Schulbeginn am 10. September der Verkehr auf der B 19 wieder rollen.

Voll im Zeitplan

Damit liege man voll und ganz im Zeitplan, stellte Bauhofleiter Gerhard Nübel fest. Einerseits habe diesem das Wetter in die Karten gespielt, andererseits zollte er der Firma Eichele ein dickes Lob. An jedem Tag sei sie mit mindestens zwei Bautrupps vor Ort, arbeite schnell und zuverlässig. Für die Verbindung vom Kocherweg im Gewerbegebiet Kocherwiesen zur B 19 ist die Gemeinde zuständig, für das Teilstück der B 19 das Regie­rungspräsidium Stuttgart.

Weil beides Hand in Hand geht, hatte das Baureferat Ost, Außenstelle Schwäbisch Hall, den Auftrag an das Verbandsbauamt in Gaildorf vergeben, das beide Maßnahmen in einem Aufwasch abwickelt. Die Kosten belaufen sich nach jetzigem Stand auf 1,4 bis 1,5 Millionen Euro, teilte Sulzbach-Laufens Kämmerin Natascha Beißwenger mit. Der Anteil des Bundes liege bei 300.000 bis 350.000 Euro. Im Haushalt seien rund 1,1 Millionen Euro eingeplant. Damit liegt das Projekt sowohl im veranschlagten Kostenrahmen als auch im Zeitfenster.

Um keine Ausrede verlegen

Das größte Hindernis stellen uneinsichtige Autofahrer dar. Die schaffen sogar Absperrzäune beiseite, um in die voll gesperrte Baustelle zu fahren. Man könne sich nicht vorstellen, sagt Gerhard Nübel, welche Ausreden sie erfinden. Einer behauptete gestern, eine Durchfahrtsgenehmigung zu haben, die er allerdings nicht vorweisen konnte, ein anderer, keine Sperrschilder gesehen zu haben. Die Autofahrer mussten wenden und sich auf dem Rückweg erneut zwischen Baufahrzeugen und Dampfwalzen hindurchzwängen.

Staubwolken ärgern Radfahrer

Ähnlich verhält es sich auf dem Kocher-Jagst-Radweg auf der anderen Seite des Kochers. Auch er ist für Fahrzeuge gesperrt. Lediglich der Omnibus und das Postauto dürfen ihn passieren. Jedoch: Er habe dort sogar schon Langholz-Laster durchfahren sehen, schüttelt Gerhard Nübel den Kopf. Ein Problem sei auch, dass die großen Fahrzeuge Staubwolken hinter sich herziehen, wo­rüber sich dann wieder die Radfahrer ärgern. Gestern war eine Polizeistreife vor Ort, was Nübels Hoffnung auf Ordnung nährt. Bislang ist nichts passiert. Nübel hofft, dass das auch so bleibt.

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