Sulzbach-Laufen Vielschichtige Kunst in der Schlosskirche

Roswitha Hinderer vom „Atelier del Arte“ unterhält sich in der Schlosskirche mit Bürgermeister Markus Bock.
Roswitha Hinderer vom „Atelier del Arte“ unterhält sich in der Schlosskirche mit Bürgermeister Markus Bock. © Foto: Peter Kraft
Sulzbach-Laufen / Peter Kraft 14.09.2018
Die Künstlerinnen des „Atelier del Arte“ beeindrucken mit ihren Bildern die Besucher in der Schlosskirche Schmiedelfeld.

Mit ihren eindrucksvollen und ausdrucksstarken Bildern ernten die Künstlerinnen des „Atelier del Arte“ bei ihrer ersten Ausstellung in Sulzbach-Laufen viel Lob und Anerkennung. Zahlreich waren auch die Besucher, die sich dieses kulturelle Highlight am vergangenen Wochenende nicht entgehen lassen wollten.

Zur Vernissage am Samstagabend begrüßte Roswitha Hinderer die Gäste und brachte ihre Freude zum Ausdruck, erstmals auch in der Schlosskirche Schmiedelfeld eine ihrer Ausstellungen eröffnen zu dürfen. Kurzweilig und mit viel Humor gespickt stellte sie hernach sich und ihre Gruppe „Atelier del Arte“ sowie ihre Arbeiten und ihr Schaffen den Besuchern vor.

Bürgermeister Markus Bock bedankte sich bei ihr im Namen des Heimat- und Kulturvereins Sulzbach-Laufen für ihr großes Engagement und wünschte ihr und ihrer Gruppe für die Ausstellung und auch für die Zukunft viel Erfolg und Schaffenskraft.

Mittwochs Treff im Atelier

Die Gruppe „Atelier del Arte“ ist im Jahr 2014 gegründet worden. Kennengelernt haben sich die drei Gründungsmitglieder Roswitha Hinderer, Edith Freimüller und Gila Bahmann bei einem Malkurs mit Petra Ruff in Gaildorf. Dort fassten sie den Entschluss, sich auch weiterhin zum Malen zu treffen. Mit der Anmietung eines Raumes im ehemaligen Krankenhaus Gaildorf war auch das „Atelier“ hierfür schnell gefunden. Seither trifft sich dort die Gruppe jeden Mittwochnachmittag zum Malen. Man kann und darf sie dort auch besuchen und ihnen bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen.

Zusammen mit Rosina Pickny, die 2016 zu der Gruppe gefunden hat, besuchen die Hobbykünstlerinnen auch immer wieder Kurse und Seminare zur Verbesserung ihrer Technik und zur Weiterentwicklung – zum Beispiel bei Susanne Hausner, Gerhard Knapp, Eugen Zenzinger und Waltraud Gunther.

Vielfalt der Materialien

Die bevorzugte Arbeitsweise der Malerinnen ist die Mischtechnik und Transfertechnik auf Acrylbasis. Gearbeitet wird in Schichten mit unterschiedlichen Materialien wie Beizen, Lacken, Malkreiden, Sand, Marmormehl und mehr. Auch Badeschaum und Spiritus finden manchmal Verwendung. Hierbei entwickelt jeder ihre eigene Methodik und dies mit den unterschiedlichen Hilfsmitteln. Zum Einsatz kommen neben Pinsel und Spachtel auch Lappen und Schwämme, die Finger und die Hände. Es wird so lange übereinandergeschichtet, bis ein Bild entsteht – mal abstrakt, mal naiv oder auch mal naturalistisch und akkurat.

Inspirieren lassen sich die Künstlerinnen im Alltag von Bildern, der Natur, anderen Ausstellungen und von Eindrücken aus dem Tagesgeschehen. Jede verleiht ihrer Kreativität nach Lust und Laune in Farbe und Gestalt Ausdruck. Gerade diese Vielschichtigkeit der Arbeiten in Technik und im Ausdruck, findet der Betrachter beim Gang durch die Ausstellung allseits wieder.

Erfolg für den Heimatverein

Dass eine Kunstausstellung und das Schlosscafé gut zusammenpassen, durften die Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins Sulzbach-Laufen auch am Sonntagabend feststellen: Der Zuspruch für das großartige Kuchenbuffet, das diesmal unter dem Motto „Neue Ernte“ stand und sowohl Herzhaftes als auch Süßes mit Apfel, Pflaume, Kartoffel und Zwiebel im Angebot hatte, war groß. Auch die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Sulzbach-Laufen, Helga Haas, zeigte sich – gemeinsam mit ihrem ganzen Team – mit diesem Wochenende rundum zufrieden.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel