Gaildorf Viel Lust auf kreatives Werken

Regina Reber aus Gaildorf mag Tiere, Malen, Werken. Sie stellt im Rundschau-Fenster aus.
Regina Reber aus Gaildorf mag Tiere, Malen, Werken. Sie stellt im Rundschau-Fenster aus. © Foto: Brigitte Hofmann
Gaildorf / Brigitte Hofmann 12.10.2018
Malen und Modellieren ist für die Gaildorferin Regina Reber eine Art Lebenselixier. Eine Auswahl ihrer Bilder und Skulpturen zeigt sie im Rundschau-Fenster.

Ihre Schaffenskraft erlebt Höhen und Tiefen – parallel zu ihrem seelischen Empfinden. Eine Weile sei eher Funkstille gewesen, erzählt Regina Reber, aber jetzt habe sie wieder richtig Spaß und Freude am Malen und kreativen Werken. Das heißt allerdings, nur wenn Haus, Garten, Hund, Katze und der Job ihr dafür die Zeit lassen. Während der zurückliegenden Monate habe sie ihre kreative Seite bei der Gartenarbeit ausgelebt, aber jetzt seien wieder die schönen Künste an der Reihe. Dass sie Tiere mag und sehr an ihnen hängt, zeigt der Blick ins Rundschau-Fester. Denn da sitzt Joshua, ihre Katze, die auf einem Bild interessiert in die Welt blickt und im anderen eher von nichts was wissen will. Man könnte in den beiden Motiven tatsächlich Parallelen zu ihrem Leben finden.

Speckstein statt Musik

Was ihre künstlerischen Ambitionen anbetrifft, tanzt Regina Reber in gewisser Weise aus der Reihe. Als gebürtige Lack würde man sie viel eher in der Sparte Musik vermuten. Vater, Bruder, Neffe – alle sind begabte Musiker. Sie aber bearbeitet lieber einen Speckstein, als dass sie sich mit Musik abgeben würde. Oder sie verfasst hintersinnige Gedichte. Ab jetzt will sie auch wieder verstärkt malen. Am liebsten mit Acrylfarben, sagt sie, da sei sie reingewachsen. Und auf jeden Fall müsse ein Bild weich, rund und harmonisch rüberkommen. Grelles, Poppiges sei nicht ihr Ding. Die Katze im Fenster ist zwar figürlich dargestellt, aber grundsätzlich sei sie der abstrakten Malerei zugetan. Das Modellieren von Holz oder Speckstein zähle ebenfalls zu ihren Leidenschaften, verlange ihr aber sehr viel mehr Kraft und Konzentration ab. Auch deshalb, weil sie sich teures Werkzeug nicht leisten kann und alles von Hand macht. Nur eine Carvingsäge zum Holzschnitzen hat sie angeschafft.

Die Lust aufs Malen habe sie schon in jungen Jahren verspürt, erzählt Regina Reber. Weil sie Pferde über alles liebt, habe sie sogar während des Schulunterrichts ständig Pferdeköpfe gemalt. Gern erinnert sie sich zurück an ihre Ausstellungen in der Kulturkneipe Häberlen oder in der Sparkasse.

Dann traten vorübergehend andere Dinge in den Vordergrund, wie zum Beispiel die Ausbildung zur Krankenschwester im Krankenhaus in Mutlangen. Seit einiger Zeit ist sie wieder zurück in Gaildorf. Die kleine Ausstellung im Rundschau-Fenster ist für sie ein Ansporn, ihren künstlerischen Weg weiterhin zu verfolgen.

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