Stadtrat Martin Bohn, der Vorsitzende des örtlichen Imkereivereins Kurt Schukraft und Bürgermeister Frank Zimmermann hatten sich im Sommer getroffen, um über die Situation der Bienen und Imker in Gaildorf und im Limpurger Land zu sprechen. Denn wie überall geht es auch hier den Bienen nicht besonders gut. Krankheiten, die Varroa-Milbe und die Verarmung der Blütenlandschaft setzen ihnen zu. Zwar ist es noch weit bis zum Aussterben der Honigbiene oder gar des Menschen, wie eine Zitatzuschreibung an Albert Einstein suggeriert, aber gut geht es den Bienen in der industrialisierten Landschaft auch nicht.
Daher legt die Stadt Gaildorf schon seit mehreren Jahren Bienenwiesen und Blühstreifen an. Und 2021 wird Martin Bohn wieder ein Bienenvolk im Schlossgarten fliegen lassen, das dann wieder „Regierungshonig“ produzieren wird.
Bürgermeister Frank Zimmermann begrüßt das Engagement der Imker, denn „Bienen sichern durch ihre Bestäubungen unseren gedeckten Tisch. Daher wollten wir mit gutem Beispiel vorangehen und die Produkte unserer örtlichen Imker bewerben. Denn nur, wenn die viele Arbeit in der Freizeit zumindest im Ansatz vergütet wird, haben wir auch in Zukunft noch viele Bienen und eine reiche Landschaft. Unsere Natur und Umwelt wird durch Bienen bereichert.“
Um das Thema Bienen mehr in den Fokus zu rücken, die örtlichen Imker zu unterstützen und Gaildorfer Honig bekannter zu machen, bietet Gaildorf nun den „Stadthonig“ an. Honig von örtlichen Imkern kann man für 4 Euro pro Glas in der Touristik-Information im Alten Schloss und der Stadtbücherei erwerben.