Sulzbach-Laufen Umbau in Rekordzeit bewältigt

Die Besucher schauen die Räume für die Allerkleinsten an. Der Umbau hat 400 000 Euro gekostet.
Die Besucher schauen die Räume für die Allerkleinsten an. Der Umbau hat 400 000 Euro gekostet. © Foto: mh
Sulzbach-Laufen / Margit Honeker 17.07.2018
„Einmal im Jahr ist das Ortszentrum Laufen zu klein“, begrüßt Bürgermeister Markus Bock die Gäste des Sommerfestes des Kindergartens Laufen. Dabei werden die neue Räume für die Allerkleinsten eingeweiht.

Während der Aufführung der Kinder war der Raum so voll, dass viele auf die Terrasse auswichen. Mit Eifer und Inbrunst erzählten die Kinder die Geschichte eines kleinen bunten Geschöpfes, das verzweifelt auf der Suche nach seiner Identität und der Zugehörigkeit zu einer Gattung war und das seine Erlösung schließlich in der Feststellung „sicherlich gibt es mich! Ich bin ich“ fand. Es war zu spüren, wie wichtig den Erzieherinnen dieses Thema ist, die Stärkung des Einzelnen und die Akzeptanz der Unterschiedlichkeit. Es symbolisiert den Regenbogen, das Symbol des Kindergartens, der alle umfasst, beschützt und vereint.

Anschließend wurden die „Großen“ mit Schultüten verabschiedet und zur Einweihung der neuen Räume übergeleitet. Bürgermeister Markus Bock wies auf die hohe Auslastung der Kindergärten hin und wie wichtig der Anbau war. Unterstrichen wird dies auch durch die Tatsache, dass das 400.000 Euro teure Vorhaben durch Ausgleichstockmittel des Landes und einen Zuschuss aus dem Investitionsprogramm des Bundes gefördert wurde.  Aufgrund der zielgerichteten Arbeit aller Beteiligten konnte die Maßnahme schnell umgesetzt werden. Manfred Schoch, dessen Büro mit der Planung und Bauleitung beauftragt war, dankte der Gemeinde und den beteiligten Firmen für die gute Zusammenarbeit.

10.000 Euro für Spielgeräte

Der Umbau konnte innerhalb eines halben Jahres bewältigt werden. Die Tatsache, dass etwa zwei Drittel der Gewerke von regionalen Handwerkern ausgeführt wurden, habe dies sicherlich begünstigt. Er dankte auch dem Kindergarten-Team, das während der Bauphase unter erschwerten Bedingungen arbeitete. Vielleicht, so äußerte er die Hoffnung, hat diese Phase aber auch in dem einen oder anderen Kind die Begeisterung für seinen späteren Beruf geweckt – möglicherweise Baggerfahrer. Das Planungsbüro Schoch übergab dem Kindergarten-Team einen „Notfall-Bollerwagen“ mit dem nötigen Equipment für unbeschwerte Expeditionen.

Eine große Überraschung überbrachte Heidrun Hansen, die zweckgebunden für die Ausstattung des Spielplatzes für die Kleinkindergruppe 10.000 Euro Zuschuss der Heidrun-Hansen-­Stiftung übergab. Sie betonte, wie wichtig gerade für die Kleinsten Geborgenheit und Zuwendung seien. Im Anschluss konnten die Besucher den neuen Anbau besichtigen. Mit viel Liebe und Fantasie wurden helle, freundliche und luftige Räume geschaffen. Wichtige Rahmenbedingungen, um Kindern einen guten Start ins Leben zu geben, um ihnen und ihren Erzieherinnen zu zeigen, wie wichtig sie sind. Der Weg zum „Ich bin ich“, der durch die neuen Räume führt, ist auf  jeden Fall hell, bunt und schön.

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