Wegeunterhaltung Über Umweg zum Pflügen und Ernten

Dieser Weg in Kleinaltdorf zum Anger ist unterspült.
Dieser Weg in Kleinaltdorf zum Anger ist unterspült. © Foto: Cornelia Kaufhold
Gaildorf / Cornelia Kaufhold 14.03.2018

Beeindruckende Fotos von zu Eis erstarrten Wasserfällen hat ein Geologe gemacht. Dafür hat er sich vom Weg zum Anger abgeseilt. Der Steilhang fällt 15 Meter tief zum Kocher ab und ist an vielen Stellen unterspült. „Hier darf keine landwirtschaftliche Maschine mehr fahren, das ist viel zu gefährlich“, erklärt Ortsvorsteher Jürgen Jäckel im Ortschaftsrat Eutendorf. Unter dem Weg befinden sich zwei Meter tiefe Hohlräume, erklärt Manfred Sonner vom Verbandsbauamt in der Sitzung und zeigt zum Beweis Fotos. „Auf die ganzen 200 Meter hat es diese Aushöhlungen“, sagt Sonner. Eine weitere Nutzung des Weges sei unveranwortlich, „das hat uns auch der Geologe bestätigt“. Aus den Felsschichten fließt das Wasser ab, durch die Erosion ist das Material gelockert. „Der Weg ist nicht mehr zu retten“, schlussfolgert der Amtsleiter.

Nicht zu retten

Das Verbandsbauamt hat ihn gesperrt. Die schmale asphaltierte Straße kurz hinter der Härterei der Firma Hauck führt zu Wiesen und Feldern und wird von Kleinbauern genutzt, sagt Jäckel. Trekkerspuren zeigen, dass diese bereits eine neue  Route zu ihren Feldern und Wiesen gefunden haben, und das exakt auf jener Trasse, die die Stadt als neue Strecke ausweisen möchte. Sie führt oberhalb des gesperrten Weges entlang, ist am Ende jedoch sehr steil. „Das ist der Knackpunkt, aber ich sehe keine andere Möglichkeit“, sagt Sonner. Eine Zufahrt Richtung Steppach scheitere am unebenen Gelände, meint Jäckel, „und der Rest ist privat“.

Kein Geld für neuen Weg

Sonner rechnet mit 50 000 Euro für einen neuen Weg mit vier Metern Breite in Schotterbauweise. Allerdings ist diese Summe nicht im Etat enthalten und werde voraussichtlich erst Anfang kommenden Jahres realisiert werden können. Bis dahin werden die Landwirte den Umweg nehmen müssen, um ihr Land zu bestellen.

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