Gschwend / Rainer Kollmer  Uhr
Bunt wie ein Bilderbuch präsentierte sich am Ostermontag der „CircArtive-Hof Pimparello“. Beim Tag der offenen Tür war auf dem Rappenhof-Gelände allerhand geboten.

Der Blick auf die aufgehängten „Wie-Wo-Was“-Listen macht deutlich, dass für die Besucher ein vielseitiges Angebot bereitsteht. Die Ziegen und Alpakas lassen sich das Streicheln gerne gefallen. Sogar die allerjüngsten Besucher wagen auf dem Pferderücken einen Reitversuch rund um das Hofgelände. Ein Kletterturm lockt jugendliche Gipfelstürmer gut abgesichert in luftige Höhen. Beim Kiosk bilden sich längere Warteschlangen wegen des dringend angesagten Erwerbs einer klebrig-wolligen Zuckerwatte am ökologischen Holzstäbchen.

Zahlreiche Schatzsucher durchwandern beim Tag der Offenen Tür des Circ-Artive-Hofs auf dem Gschwender Rappenhof geduldig das nahe gelegene Waldgelände, um die letzten versteckten Ostereier aufzustöbern. Im Sonderangebot steht sogar ein EGG-BOT (Eierfärbe-Roboter) zum Personalisieren individueller Hühnereier.

In der Tenne haben die Besucher die Gelegenheit zum Experimentieren mit Jonglageartikeln. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich im leider etwas versteckten Zirkuslädle bei Jakob Hentschel mit einem Jonglierteller oder Diabolo eindecken. Bei vielen artistischen Vorführungen, etwa bei der Nachmittags-Show am „Flying Trapez“, sind außerdem ungläubiges Staunen und begeisterter Beifall angesagt.

Feuerwehrmann Sam ist der Held aller Kinder. Im ausverkauften Uditorium wurde aus Uhingen Pontypanty. Kinder und Erwachsene erlebten eine Show aus Spiel, Musik und Tanz.

Die verschiedenen Baumaßnahmen auf dem Gelände stoßen auf großes Interesse. Die fünf neuen Wohnhäuser in unterschiedlicher Farbgebung, das Sanitärgebäude für die Sommerfreizeiten und die mächtige Trainingshalle bilden inzwischen ein stattliches Ensemble, dem auch noch eine Reithalle folgen soll.

Benedikt Löffler, seit 2008 bei Circ-Artive und inzwischen in der Artistenschule mit dabei, gibt den neugierigen Gästen viele Informationen, benennt die Flächenmaße der Trainingshalle mit 30 auf 20 Metern. Bei einer Höhe von 13 Metern dürfte damit auch ein „Fliegendes Trapez“ witterungsbeständig genutzt werden. Aber auch andere artistische und sportliche Möglichkeiten sind gegeben. Die Halle ist noch im Bau und wird voraussichtlich 2020 zur Verfügung stehen. Noch stehen die Gerätschaften für die schwingende Luftarbeit der Akrobaten auf dem Freigelände.

„Was glauben Sie, welche Diskussionen wir mit dem Denkmalschutz hatten“, schmunzelt Rappenhof-Chef Sven Alb mit Blick auf den noch abgedeckten Brunnenschacht in der Trainingshalle. Er war bei den Arbeiten für das Fundament entdeckt worden.

Drei Kamele haben mit einem Spaziergang über die Bundesstraße einen Polizeieinsatz ausgelöst.

Auf keiner Karte verzeichnet

Der Brunnen ist etwa zwölf Meter tief und stammt einer Inschrift in der Sandsteinumrandung zufolge aus dem Jahr 1870. Er ist auf keiner bekannten Karte verzeichnet. Das wasserführende Schmuckstück soll als Denkmal zukünftig beleuchtet und mit einer stabilen Acryl-Glasplatte abgedeckt werden.

Beim sonnigen Nachmittag der offenen Türen geht es natürlich auch um die Arbeit des Vereins und die zahlreichen Sommerangebote für Kinder, Jugendliche und Familien. Neben den Ferienhäusern wird es auch die traditionelle Zirkus-Zeltstadt weiterhin geben, sommerlicher Freizeitspaß ist damit garantiert. Rechtzeitige Anmeldung ist allerdings in allen Fällen sinnvoll.

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