Der aktuelle Trainer und Publikumsliebling der Kreisliga-­A-Fußballer des TSV Gaildorf, Manfred Schmierer, verabschiedet sich zur neuen Saison in den Ruhestand. Nun hat der Verein einen Nachfolger gefunden. Der neue Mann an der Linie wird Irfan Kücükatan.

„Nach langem Überlegen, wer denn genau zu uns passt, sind wir auf Irfan gekommen“, sagt Gaildorfs Abteilungsleiter Tillmann Möller und gibt bekannt, dass man sich „bewusst für einen jungen Trainer entschieden“ habe. Damit folgt man auch Schmierers Anregung, einen jungen Trainer zu holen. Fußballchef Möller ging es bei der Trainersuche ebenfalls darum, einen tendenziell jüngeren Coach an Land zu ziehen. Auch oder vielleicht gerade weil die Abteilungsleitung der Gaildorfer Fußballer an sich schon sehr jung aufgestellt ist. Dazu geselle sich nun auch der neue Trainer Kücükatan, der bereits in der Jugend für den TSV Gaildorf agierte. „Irfan kennt den Verein in seinen Facetten sehr gut, er kennt viele aktive Spieler von uns und weiß daher auch genau, auf was er sich einlässt.“

Die Aufgaben als Trainer teilen

Auf der Bleichwiese verfolgt man mit der Verpflichtung Kücükatans weiterhin die Philosophie der Aufgabenteilung. Der Trainer in spe wird sein Amt also mit dem spielenden Co-Trainer Adam Wilczynski teilen. Außer Frage steht, dass sich das Modell der aufgeteilten Kompetenzen in negativen Phasen noch prekärer und deutlicher auswirken kann, als wenn es nur einen Hauptverantwortlichen gäbe. Das Duo muss also derart eng miteinander arbeiten und von der gemeinsamen Idee überzeugt sein, dass sprichwörtlich kein Blatt dazwischen passt. Dem möglichen negativen Szenario greift Möller indes vor: „Die Konstellation, dass Adam auf dem Feld und Irfan an der Linie agiert, wird, glaube ich, ganz gut!“

Nicht so gut auf den neuen TSV-Trainer könnte man in Unterrot zu sprechen sein, denn Kücükatan gehört aktuell noch dem Kader der Spvgg Unterrot an und war dort bis zu seinem Achillessehnenriss Leistungsträger und auch wichtig für die Stimmung in der Kabine. Der Rivalität und dem, was zurückgelassene Unterroter über seinen „Wechsel“ denken könnten, will der neue Gaildorfer Coach Kücükatan nicht viel beisteuern. „Es kann schon sein, dass das manch einem nicht gefällt. Aber da sollten die Rivalitäten außen vor sein. Ich ziehe meine Kreise ja schon länger zwischen Unterrot, dem TAHV Gaildorf und dem TSV und freue mich ganz einfach auf die Aufgabe beim TSV!“

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