Oberrot Traudl Hirschauer liest in Oberrot

Die Gmünder Autorin Traudl Hirschauer war am Sonntagnachmittag zu Gast im Äskulap-Infozentrum in Oberrot.
Die Gmünder Autorin Traudl Hirschauer war am Sonntagnachmittag zu Gast im Äskulap-Infozentrum in Oberrot. © Foto: Brigitte Hofmann
Oberrot / BRIGITTE HOFMANN 16.08.2016
Ironisch, witzig und tiefgründig verpackt die Autorin Traudl Hirschauer im Äskulap-Infozentrum ihre Betrachtungen zu Gott und der Welt.

„Worte wirken. Sie sind Waffen, zielen, treffen, verletzen, zerstören. Worte sind Wege zu Versöhnung und Vergebung, schaffen Vertrauen, gehen zu Herzen, stiften Frieden, werden Erinnerung.“ Es sind Worte aus Traudl Hirschauers Büchlein „Herzensgrüße im Goldrand“. Die Autorin, die in Schwäbisch Gmünd-Lindach zuhause ist, war am Sonntag zu Gast im Äskulap-Infozentrum. Einmal mehr füllten die Freunde des Fördervereins Freier Adelssitz und der Vorsitzenden Maria Fassbender das stattliche und altehrwürdige Gebäude im Herzen von Oberrot.  Darunter auch Karl-Heinrich Lebherz, der frühere Oberbürgermeister von Winnenden und Präsident des Württembergischen Leichtathletikverbands.

Zu einem poetisch-musikalischen Rundgang lud Traudl Hirschauer ein. Und dazu, miteinander durchs Wolkenschlüsselloch zu gucken.  Sonnenstrahlen, die zur Erde fallen, bedeuten für die christlich orientierte Schriftstellerin die direkte Verbindung zum Himmel, die sie mehrfach unter die Lupe nahm. In ihrem Gedicht „Helfen und heilen mit der Natur“ schlug sie später den Bogen zu den Heilkräuter-Geschichten des Hauses:  „Was Samen, Stängel, Blätter bergen, in Wurzel, Blüte, Frucht gedeiht: zum Lindern, Helfen, Heilen, Stärken, steht jedem Leiden ein Kraut bereit.“ Derweil warteten im Heilkräutergarten hinter dem Haus schon die gedeckten Tische. „Was das wieder Zeit kostet“, klagt der Ungeduldige in den Textpassagen von „Ach du liebe Zeit!“. Aber an anderer Stelle steht auch: „Den Wert des Augenblicks gilt‘s zu erkennen – wenn nicht jetzt, wann dann!“

Hirschauer weiß um Wirkung und Bedeutung von Worten und Sprache. Schon während ihrer beruflichen Tätigkeit als Trainerin für Rhetorik und Kommunikation hat sie sich intensiv damit beschäftigt. Inzwischen hat sie drei kleine Bände veröffentlicht. 2014 waren es die „Gmünder Grüße“ zur Landesgartenschau, heitere Geschichten und Gedichte finden sich in „Menschenskinder!“, und jetzt sind es die Betrachtungen zum Leben mit Gott und der Welt.

Es war eine richtig vergnügliche Stunde in einer ganz besonderen Atmosphäre, musikalisch umrahmt von den Veeh-Harfe-Spielerinnen Beate Stegmaier und Ursula Betz.

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