Freizeit Trapper Karlheinz gönnt sich Auszeit

Sulzbach-Laufen / Von Karl-Heinz Rückert 28.08.2017
Es war für alle Akteure und Gäste ein Glückstreffer,  das 35. Internationale Vorderladerschießen mit Western-Hocketse des Schützenvereins Sulzbach/Kocher.

Drei herrliche Sommertage bestimmten das gewohnt freundschaftliche Trappertreffen im Walkmühlental. Zum Auftakt der Traditionsveranstaltung der Sulzbacher Schützen ließ es am Freitagabend die Rockabilly-Band „Red Fat Cat“ mit Hits aus der guten alten Rock-’n’-Roll-Zeit ordentlich krachen. Zu viel Schwof auf die heißen Rhythmen gönnte sich das Publikum nicht. Es verschaffte sich mit erfrischenden Getränken etwas Abkühlung in einer ungewöhnlich lauen Sommernacht.

Entspanntes Ritual

Donnerhall und Pulverdampf erfüllten das Walkmühlental am Samstag und Sonntag, als die Vorderladerschützen auf dem Schießstand zugange waren. Im Gegensatz zu dem ohrenbetäubenden Knall gestaltete sich das Zeremoniell beim Beladen der Vorderladerbüchsen geradezu zu einem entspannten Ritual. Das ließ auch Raum für neugierige Fragen und freimütige Antworten der zielkonzentrierten Schützen.

Aus allen Teilen der Republik

Bei dem sich zum 35. Mal jährenden Treffen war es nicht verwunderlich, auf Teilnehmer aus allen bundesdeutschen Regionen zu treffen. Für einen Vorderladerschützen aus Ost-Westfalen gehört es seit über 30 Jahren zur Pflicht, das Schützentreffen in Sulzbach zu besuchen. Mit seiner Frau pflegt er nicht nur das Hobby Vorderladerschießen in ruhiger Atmosphäre in Sulzbach, auch gestand er, die Region als Erholungs- und Ferienziel entdeckt zu haben, bevor es am nächsten Wochenende zum großen Treffen der Schwarzpulverschützen nach Schwäbisch Hall geht.

Zum Wettbewerb der Vorderladerschützen gehört in Sulzbach auch das zünftige Trappertreffen. Durch Wald und Wiesen übten sie sich auch in diesem Jahr geschickt in Disziplinen wie Zielwurf mit Messer oder Tomahawk. Leise, aber treffsicher erwiesen sich dabei sechs ausgefuchste Hobby-
Trapper als ausgemachte Könner am Samstagnachmittag auf dem von Michael Haas, dem Jugendleiter beim Schützenverein, ausgedachten „Parcours“. Zu einem echten Trapperleben gehört auch eine Portion rustikales Naturleben. Das konnten sie in ihren Wigwams und Tipis am Wochenende genießen. Während manch Einheimischer eine kühle Nacht­temperatur wünschte, waren für die Trapper ihre Behausungen eine echte Alternative.

Es sei ihnen gegönnt, denn nicht immer waren sie in den 35 Jahren seit Beginn des Treffens mit angenehmen Witterungsbedingungen gesegnet. Davon konnte auch Trapper Karlheinz aus dem hessischen Bad Orb berichten, der aus der Sulzbacher Trapper-Traditionsgemeinschaft nicht wegzudenken ist. Er war beim Trapperlauf immer an erster Stelle. Diesmal hat er sich allerdings eine Auszeit gegönnt.