Benefizkonzert Traditionelle und moderne Gospels

Glänzt als Chor und mit seinen Solisten: „Good Vibrations“, der Gospelchor des Gesangvereins Eschach.
Glänzt als Chor und mit seinen Solisten: „Good Vibrations“, der Gospelchor des Gesangvereins Eschach. © Foto: Reinhold Haring
Gaildorf / REINHOLD HARING 25.10.2016
Der Eschacher Chor „Good Vibrations“ sorgt am vergangenen Sonntag mit seinem Gesang in der katholischen St. Josefskirche in Gaildorf für wahre Begeisterungsstürme.

Good Vibrations“, der jugendliche Chor des Gesangvereins Eschach, zeigte sich bei seinem vierten Auftritt in der St. Josefskirche wieder von seiner besten Seite und begeisterte das Publikum mit einem Mix aus klassischem Gospel, „Hip-Hop-Gospel“ und klassischem Chorgesang. Und was auffiel: Die Sängerinnen und Sänger absolvierten das volle Programm ohne eine einzige Note abzulesen.

Schon der Einzug erzeugte ein gewisses Gänsehautfeeling. Und spätestens nach dem zweiten Lied „Say The Lord To Send Angels“ sprang der Funken vollends über, das Publikum klatschte begeistert mit. Im Übrigen ist Chorleiterin Katrin Häcker stets bemüht, mit neuen Songs nicht nur den Chor, der ohnehin schon auf hohem Niveau singt, weiterzuentwickeln, sondern auch den Zuhörern immer etwas Neues zu bieten. So ist seit dem letzten Auftritt in Gaildorf im Jahr 2013 die Hälfte der Songs ausgetauscht worden.

Fetziges und Gefühlvolles

Apropos Songs: Der Chor verfügt nicht nur über einen außergewöhnlichen Klangkörper, sondern auch über eine riesige Bandbreite an Musikrichtungen. So gab es die Gospelklassiger wie  „Joshua Fought The Battle“ über „Sing Halleluja“ bis hin zu „My Father’s House“. Aber auch die Musical-Hits kamen nicht zu kurz. Mit fetzigen Stücken wie „I Will Follow Him“ aus Sister Act begeisterten die Sänger ebenso wie mit gefühlvollen Melodien wie „Amazing Grace“ und einem Potpourri aus dem gleichnamigen Musical.

Mit dem Song „Almaz“ von Randy Crawford wurde eine Thematik angeschnitten, die aktueller denn je ist. Der Text handelt von einem Flüchtlingskind und seinen Eltern, die aus Äthiopien  geflohen sind. Als Flüchtlinge waren sie auf der Suche nach einer Welt, in der die Liebe überlebt. Man kann dieses Lied getrost als Ballade bezeichnen, aber auch bei dieser Interpretation hatte der Chor keine Probleme.

Zum Bereich kirchliche Chormusik gehören „Dona La Pace“ oder „Santo“, mit dem dieses klang- und glanzvolle Konzert übrigens endete. Das erste Lied, ein Taizélied, hatte der Chor extra für seine Italientournee vor sechs Wochen einstudiert. Der Chor glänzte auch in dieser Sparte.

Multitalentierte Chorleiterin

Aber es war nicht allein der Chor, es waren auch die vielen Solisten, die überzeugen konnten. Allen voran Isabella Ziegler und Uli Etz. Etz könnte vom Klangvolumen in jedem renommierten Gospelchor mitsingen und ist sicherlich einer der wenigen Sänger in der Region mit derart markanter Stimme. Auch Chorleiterin Kathrin Häcker löste mit ihren Solopartien Begeisterungsstürme aus und stellte so wieder ihr Multitalent unter Beweis.

Am Ende gab’s „Standing Ovation“ für die Sängerinnen und Sänger und etwas, wovon viele Pfarrer wahrscheinlich nach ihrer Predigt träumen, nämlich Zugabe-Rufe. Diesem Wunsch kam der Chor gerne nach, und wenn bei „Santo“ nicht der Auszug erfolgt wäre, wären wahrscheinlich noch einige dazugekommen.

Es war übrigens ein Benefizkonzert. Der Erlös geht zu gleichen Teilen an den „K.u.R.-Laden“ – günstige Einkaufsmöglichkeit und Rat für Bedürftige in Gaildorf , sowie an „gemeinsam für einander“ – einen Spendenfond gegen Armut im katholischen Dekanat Schwäbisch Hall.

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