Infrastruktur Tag 2 der fünfwöchigen Vollsperrung

Von Cornelia Kaufhold 23.08.2017
Nach Rotenhar gibt es wegen einer Baustelle kein Durchkommen. In Gschwend wird auf der L1080 der Kreisverkehr ins Baugebiet Badsee gebaut.

Bis 22. September muss die Straße fertig sein“, sagt Stefan Blessing. „Und sie wird fertig sein, sonst wäre es nicht die Firma Eichele, die hier baut“, meint er lächelnd. Er hebt sein Laptop und fotografiert die Baustelle – „für den Jahresrückblick der Gemeinde“, erklärt der Leiter des Bau- und Liegenschaftsamts Gschwend.

Fahrbahn 6,5 Meter breit

Hinter der Absperrung fährt ein Lastwagen Material an, ein Bagger steht auf der Insel des künftigen Kreisverkehrs, eine Baumaschine fährt in Richtung Absperrung über den dort liegenden Zement und fräst den Boden. Auch der Aufbau des Damms am Kreisverkehr wurde mit Zement angereichert. „Es wurden jeweils 40 Zentimeter dicke Schichten aufgetragen und mit Druckplatten verdichtet. Das bringt Stabilität“, erklärt Blessing. Der Gemeinderat hatte sich nach kontroverser Diskussion dafür entschieden, für den Bau des Damms und der Straße Erde aus dem Baugebiet Badsee zu verwenden. Drei bis vier Meter ist er hoch. Die Fahrbahn im Kreisverkehr wird auf 6,5 Meter ausgebaut, „damit Langholzlaster ihn bequem passieren können“, sagt Blessing. Das Planungsbüro LK&P in Mutlangen kalkuliert mit 600.000 Euro Kosten für den Kreisverkehr brutto, also inklusive der Ingenieurskosten.

2018 startklar für Bauherren

Der Kreisverkehr führt ins Baugebiet Badsee. Mit der Erschließung wurde im Frühjahr begonnen. „Wir liegen im Zeitplan“, sagt der Amtsleiter. Die Leitungen für Regen-, Ab- und Trinkwasser liegen bereits wie die für Gas, Strom und Internet. Es  umfasst 43 Bauplätze, 38 befinden sich auf gemeindeeigenem Grund. „Im Sommer 2018 kann es bebaut werden“, sagt Blessing.

Am Tag 2 der fünfwöchigen Sperrung der L 1080 nach Rotenhar hat Blessing um halb zwei sein Jour fixe mit Bauunternehmer Markus Eichele. Nach kurzer Begrüßung verschwindet dieser auf der Baustelle. Am Vormittag hat Blessing einige Beschwerden wegen der Vollsperrung entgegengenommen. Die Klagen der Anwohner, dass ihre Straße als Schleichweg benutzt wird, wird später beim Jour fixe kein Gesprächsthema sein. Das Umleitungsschild  an der Einmündung in die Frickenhofer Straße am Marktplatz weist den Autofahrern den Weg über Unterrot nach Frickenhofen und in Richtung Aalen. Der Zeitverlust durch die Umleitung dürfte bei wenigen Minuten liegen, schätzt Blessing. Auch der Weg zum Badsee führt über Unterrot, Schönberg und Rotenhar ins Tal. Am 23. September wird das Geschichte sein – hofft der Amtsleiter.

Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt inklusive dem Regenrückhaltebecken, dem Kreisverkehr und den Ingenieursleistungen belaufen sich laut Kostenberechnung des Büro LK&P  auf 3,3 Millionen Euro.