Oberrot Sumpfschnecke berücksichtigt

Auf diesem Areal am Ortsrand von Hausen weist die Gemeinde Oberrot Gewerbeflächen für kleinere Betriebe aus.
Auf diesem Areal am Ortsrand von Hausen weist die Gemeinde Oberrot Gewerbeflächen für kleinere Betriebe aus. © Foto: Brigitte Hofmann
Oberrot / Brigitte Hofmann 20.07.2018
Das kleine Gewerbegebiet „Vorderer Stiersbach“ in Oberrot kommt planerisch voran. Die Pläne müssen nicht noch einmal ausgelegt werden.

Schon seit längerer Zeit befasst sich der Gemeinderat Oberrot mit dem kleinen Baugebiet Vorderer Stiersbach, das am östlichen Ortsrand entlang der Landesstraße nach Hausen entstehen soll.  Die Pläne waren öffentlich ausgelegt, die Bürger sind befragt, die Behörden beteiligt und die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange eingeholt worden.

„Nichts Dramatisches dabeigewesen“, berichtete Bürgermeister Daniel Bullinger in der Sitzung. Nur kleine Korrekturen und zeichnerische Anpassungen hinsichtlich des Standorts der Umspannstation oder der Lage der westlichen Erschließungsstraße galt es noch vorzunehmen. Das Verbandsbauamt ist involviert. Die Arbeiten zur Schaffung des vorgeschriebenen Retentionsraums weiter oben am Stiersbach befinden sich momentan in der Abschlussphase. Sie waren notwendig geworden, um das künftige Gewerbegebiet vor Überschwemmungen zu schützen.

Bebauungsplan in Kraft

Bürgermeister Daniel Bullinger hofft nun, dass die Ausschreibungen noch dieses Jahr rausgehen und die Erschließungsarbeiten baldmöglichst beginnen können. Da inzwischen die Änderungen des Landschaftsschutzgebiets dem Flächennutzungsplan entsprechend erfolgt beziehungsweise angepasst sind, und diese die Grundzüge der Planung nicht tangieren, kann nach Ansicht von Kreisplanungsamts und Verwaltung auf eine erneute Auslegung verzichtet werden.  Mit der amtlichen Bekanntmachung tritt der Bebauungsplan in Kraft.

Bedenken und Anregungen hatte lediglich die Untere Naturschutzbehörde geäußert. Sie monierte, dass das zahlreiche Vorkommen der Sumpfschnecke in diesem Gebiet zwar erwähnt wird, aber im Kapitel der Ausgleichsmaßnahmen keinen Niederschlag gefunden hat.

Die Sumpfschnecke sei in der Roten Liste als stark gefährdet eingestuft, besitze jedoch keinen gesetzlichen Schutzstatus, schreibt das Landratsamt. Unter den bereits getroffenen Ausgleichsmaßnahmen war jedoch der dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling aufgeführt. Da beider Lebensräume weitgehend deckungsgleich sind, musste für die Sumpfschnecke keine gesonderte Bewirtschaftung ausgewiesen werden.

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