Mit dem einstimmigen Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Sondergebiet Bauhof“ kommt der Gemeinderat Sulzbach-Laufen seinem Wunsch, den Bauhof zentral beim Feuerwehrgerätehaus und dem Wasserwerk am Kleinteutschenhof zu haben, einen weiteren Schritt näher. Dabei war der Weg dorthin, so Bürgermeister Bock, „alles andere als einfach“.

Er habe ja nicht geglaubt, dass die Idee des Gemeinderates eine Chance hätte, gab Markus Bock in der Sitzung am Montag in der vergangenen Woche zu. Die beteiligten Behörden hatten bereits beim Bau des Feuerwehrgerätehauses betont, dass ihre Zustimmung eine große Ausnahme sei und Erweiterungen kategorisch ausgeschlossen. Eine Ausnahmegenehmigung gab es nur deshalb, weil die Feuerwehr nur an diesem Standort die vorgeschriebenen Einsatzzeiten garantieren kann. Dennoch gab es nach zähem Ringen das Okay der Behörden. Bock: „Wir mussten echt hart darum kämpfen. Aber die vielen Vorgespräche und Ortstermine haben sich gelohnt.“

Sulzbach-Laufen

Keine wesentlichen Bedenken

Deutlich wurde dies auch bei den eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange. War dies beim Genehmigungsverfahren für das Feuerwehrgerätehaus noch ein Werk mit Buchcharakter, lagen den Räten diesmal magere sechs Seiten vor. Viele, wie das Regierungspräsidium oder der Regionalverband Heilbronn-Franken hatten diesmal keine Bedenken, andere gaben gar keine Stellungnahme ab oder hatten unwesentliche Anmerkungen. Lediglich die Untere Landwirtschaftsbehörde gab zu bedenken, dass erneut wertvolle landwirtschaftliche Nutzflächen verloren gehen.

Allerdings haben sich die Planer bemüht, möglichst wenig Nutzfläche zu verbrauchen und „sinnvolle Bewirtschaftungseinheiten“ zu erhalten. Damit hat auch diese Behörde keine grundsätzlichen Einwände. Einstimmig genehmigten die Räte den vorgelegten Abwägungsvorschlag.

Bürgermeister Bock bedankte sich in diesem Zusammenhang auch bei der unteren Baurechts- und Naturschutzbehörde im Landratsamt: „Die haben wirklich gemacht, was sie konnten und was rechtlich möglich war.“ Viel Unterstützung habe es auch vom Kreisplanungsamt gegeben. Für den Gemeinderat erklärte Dr. Manfred Schüle: „Ich bin froh, dass wir zäh geblieben sind. Das passt einfach, so haben wir zentral alle wichtigen Einrichtungen der Gemeinde beisammen. Es spricht einfach alles dafür.“

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Baubeginn im nächsten Jahr?

Mit der Baumaßnahme kann, wenn alles gut geht, bereits im kommenden Jahr begonnen werden. Im September hat die Gemeinde Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) beantragt, das Baugesuch ist inzwischen auch eingereicht. Nun ist das Landratsamt am Zug.

Der Bauhofneubau sei, so Bürgermeister Bock, eine der größten Maßnahmen der Gemeinde in den kommenden Jahren. „In den letzten zehn Jahren haben wir schon viel gestemmt, das war hart. Viele Einrichtungen sind komplett neu oder saniert. Die ganz großen Brocken haben wir hinter uns und dennoch sind wir immer noch finanziell gut aufgestellt“, erklärte er stolz. Dies liege zum einen an guten Gewerbesteuereinnahmen, aber auch daran, dass die Gemeinde, wo möglich, Fördertöpfe auftut.