Schnell und elastisch in den Knien waren alle 50 Teilnehmer des Altenbergturm-Laufes. Sie rannten die 201 Stufen hinauf und wer auf der Plattform ankam, drückte den Buzzer und die Zeitmessung endete. Der Altenbergturm-Lauf ist ein Einzellauf, für die Pokalvergabe vergleicht die Jury die Zeiten der Altersgleichen. Auch Teams konnten sich melden. Raimund Markl ist trainiert. Er läuft und radelt, fährt Motocross. Sein Tipp: Morgens ein kleines Frühstück, aber gut zweieinhalb Stunden vor dem Start. 2018 und 2019 rannte er auch im Diak die Treppen hoch. Die sportliche Herausforderung: „Beim Langstreckenlauf kann ich mir die Kraft einteilen. Hier muss ich gleich von null auf 200 kommen.“

Das DRK-Team steht parat

Markl hat seinen Kollegen Sven Keim für den Lauf motiviert. „Ich kannte den Turm gar nicht, obwohl ich aus der Region bin.“ Am Dienstag und Donnerstag war er schon mal „hochgerannt“. Beim Treppenlauf können Menschen an ihre Grenzen kommen. Meist in Atemnot. Stefanie Knöpfle und Ramona-Natalie Retter vom DRK-Ortsverein Sulzbach-Laufen standen auf der Zielplattform. Mit „EKG“, Defibrillator, Sauerstoffgerät, Verbandszeug und „was zum Kühlen“.

Michael Staiger aus Oberrot ist ebenfalls Hobbysportler. Seine Erfahrung: „An Tagen, die auf Vollmond folgen, ist die Leistung niedriger, am besten funktioniert es in Neumondphasen.“ Samstagnacht war Vollmond. Zweimal ist er zum Training den Turm hochgelaufen, brauchte eine Minute und drei Sekunden, mal eine Minute und sechs Sekunden. Bevor Steffen Ritter die Stufen erklimmt, hat er seine Muskeln mit Radfahren warm gemacht. „Ich bin von Geifertshofen gekommen.“ Er möchte unter einer Minute bleiben, im Training schafft er 54 Sekunden.

Ritter ist am Sonntag der erste Läufer. Am Ende des Tages kann er zufrieden sein. Er hat sein Ziel erreicht, brauchte nur 50 Sekunden von der ersten bis zur letzten Stufe. Dr. Thomas Weiler moderiert die Siegerehrung am Nachmittag. Der jüngste Teilnehmer ist Niklas Heese (7), Raimund Markl mit 55 der Älteste. „Treppenflitzer des Tages“ ist Manuel Schüle. Der 20-Jährige war in nur 41,39 Sekunden am Zielknopf. Für alle, die sich mehr Zeit nahmen, waren die beiden Rundwanderungen das Passende.

Lauf-Veranstalter Hanspeter Butzer hatte zwei ausgeschildert, über sieben und zehn Kilometer. Am späten Sonntagnachmittag ist Butzer mit dem Altenbergturm-Lauf 2019 zufrieden. Teilnehmerzahl passte, Wetter auch und auch die Unterstützung der Sponsoren. Die Rotkreuz-Fachleute kamen nicht zum Einsatz, der Lauf blieb unfallfrei. Aufatmen also für alle Beteiligten. Und Luft holen, denn die braucht man beim Altenbergturm-Lauf 2020.

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Platzierungen und Zeiten


Die Ergebnisse im Einzelnen: Plätze 1 bis 3 (Kinder bis 10): 1. Alina Heese (1:35 Minuten), 2. Nic Büchele (1:36), 3. Niklas Heese (k.A.). Damen bis 20: 1. Maritta Schwarz (0:57), 2. Sina Mangold (1:05), 3. Elena Hieber (1:10). Damen bis 30: 1. Isabell Hoffmann (1:25). Damen bis 40: 1. Bianca Bornhöft (1:10), 2. Mandy Gsell (1:25), 3. Natascha Göringer (1:35). Damen bis 50: 1. Tina Büchele (0:53), 2. Stefanie Minuth-Drach (1:01), 3. Cordula Schwarz (1:05). Herren bis 20: 1. Marius Braun (0:49), 2. Philipp Hieber (1:03), 3. Clemens Götze (1:05). Herren bis 30: 1. Manuel Schüle (0:41), 2. Felix Weller (0:46), 3. Sascha Schmidt (0:47). Herren bis 40: 1. Markus Schramm (0:47), 2. Sven Keim (0:57,2), 3. Manuel Finkbeiner (0:57,8). Herren bis 50: 1.Danny Schulz (0:48), 2. Steffen Ritter (0:50), 3. Sven Enzenroß (0:52). Herren über 50: 1. Jürgen Egger (0:56), 2. Michael Staiger (0:58), 3. Raimund Markl (0:59). Alle
Angaben ohne Gewähr.