Wolfgang Fath

Seit 2010 befindet sich der Stahlweiher beziehungsweise Neumühlsee in den Abtsgmünder Seestaaten nordwestlich von Pommertsweiler im Besitz der Gemeinde Abtsgmünd. Der See ist derzeit mehr oder weniger verlandet, der Wasserspiegel wurde aus Sicherheitsgründen deutlich abgesenkt, da auch der ganze Damm in einem maroden Zustand ist.

Nun hat der Gemeinderat über die ökologische Sanierung diskutiert. Zahlreiche Mitglieder des Fischereivereins Untergröningen, der an einer langfristigen Anpachtung des Sees interessiert ist, haben die Sitzung aufmerksam verfolgt.

Naturschutzfonds springt ein

Beim Erwerb des Stahlweihers ging der Gemeinderat davon aus, dass der Damm saniert wird und es dafür auch Fördergelder des Landes geben wird. Dies war jedoch nicht der Fall. Das Ingenieurbüro Zeiser hatte bereits 2011 für eine Sanierung des Dammes mögliche Kosten in Höhe von bis zu 635 000 Euro berechnet. Die Gemeinde hatte  daraufhin die Sanierung aus Kostengründen zurückgestellt und aus Sicherheitsgründen den Wasserspiegel um 1,2 Meter gesenkt.

Eine Zwischenlösung hat man nun mithilfe der Stiftung „Naturschutzfonds Baden-Württemberg“ gefunden. Diese fördert die ökologische Sanierung des Stahlweihers mit einer Zuwendung in Höhe von rund 224 300 Euro. Die Kostenberechnung geht hier von rund 320 500 Euro aus, der Anteil der Gemeinde würde sich also auf rund 96 000 Euro belaufen.

Am Donnerstag hat der Gemeinderat die Entlandung und Entschlammung des Gewässers einstimmig beschlossen und die Ausschreibung der entsprechenden Arbeiten genehmigt. Zur Diskussion stand, in welchem Umfang der Damm saniert werden soll, um den Wasserspiegel wieder 1,2 Meter höher anlegen zu können.

Bei einer kleinen Lösung mit maximal 0,9 Meter Wassertiefe hätte der See nur eine Wasserfläche von 2,6 Hektar und würde sich in den Sommermonaten zu sehr aufheizen, bei einer großen Lösung hätte der See eine Wasserfläche von 4,7 Hektar. Die Gemeinde müsste dafür aber zusätzlich 300 000 Euro investieren. Bürgermeister Armin Kiemel und die Gemeinderäte Marlies Büker, Joachim Hug, Robert Kruger ­sowie Untergröningens Ortsvorsteher Thomas Bacher sprachen sich für diese große Lösung aus. Man müsse allerdings Wege finden, um die Kosten zu reduzieren, betonten sie. Der Fischereiverein Untergröningen, der sich schon jetzt mit Pflegearbeiten am See engagiert, sicherte seine Mithilfe zu.

Eine Entscheidung soll getroffen werden, wenn die jeweiligen Kosten für die verschiedenen Ausführungsvarianten des Dammes ermittelt sind. Der Gemeinderat kann dann zwischen der kleinen und der großen Lösung wählen.

Mit den bereits beschlossenen Arbeiten soll in den Monaten August und September begonnen werden; die Äcker sind dann abgeerntet, sodass dort das ausgebaggerte Sediment gelagert werden kann.

Naturrasenplatz wird günstiger

Submission Der Rat hat die Bauarbeiten für den Naturrasenplatz in den Täferwiesen für 488 800 Euro an die Firma Sportstättenbau Garten-Moser GmbH aus Essingen vergeben. Das Submissionsergebnis lag um rund fünf Prozent unter der Kostenberechnung von 2017. „Glück gehabt!“, freute sich Bürgermeister Armin Kiemel. fa