Kunst Stadtmalerin vollendet „Die Badende“

Gaildorf / Daniel Kuhn 25.08.2018
Die Holzbildhauerin Cornelia Brader hat eine neue Skulptur geschaffen. Sie soll im Mineralfreibad auf dem Kieselberg aufgestellt werden.

Wald und Wasser haben die Geschichte Gaildorfs geprägt und sind heute noch dominierende Elemente des Landschaftsbildes. Beides verbindet die diesjährige Stadtmalerin Cornelia Brader in einem neuen Kunstobjekt: Die Holzskulptur „Die Badende“ wird ihren Platz im Freibad finden.

In den letzten Wochen hat die Gaildorfer Stadtmalerin Cornelia Brader fast Tag und Nacht an der überlebensgroßen Figur gearbeitet. Nun ist das Werk, mit dem sie auf dem Bauhofgelände begonnen hatte, im Hof des Alten Schlosses fertiggestellt worden. Aus einem drei Meter langen Eichenstamm hat die Stadtmalerin in mühevoller Arbeit in rund 100 Stunden und unter Zuhilfenahme von schwerem Gerät ihre „Badende“ geschält.

Inspiriert wurde Cornelia Brader bereits im Frühjahr, als sie das erste Mal das gerade geöffnete Freibad auf dem Kieselberg besuchte. Außerdem ist die Darstellung einer Badenden ein geradezu klassisches Thema der Bildenden Kunst. Picasso gab mit seinen badenden Frauen den Startschuss für die Moderne Kunst und griff auch wie eigentlich die meisten seiner Künstlerkollegen das Thema immer wieder auf.

Cornelia Brader orientiert sich am klassischen Bild, ihre Badende blickt in die Ferne, angetan ist sie mit weißen Schuhen und einem grünen Badeanzug mit weißem Blumenmuster. Der Ausdruck ist Braders besonderes Anliegen: Die Figur steht selbstbewusst zu ihren Formen und ihrer Erscheinung. Die Gaildorfer Badende reiht sich in das Werk Braders ein, zu dem auch eine „Badende“ an der Kunstpromenade in Butjadingen an der Nordsee gehört. Sie nimmt deren Formen auf, etwa die Haarfarbe und -länge, ist aber auch ein Werk von großer Individualität.

Langer Weg vollendet

Die Skulptur wird in der ersten Septemberwoche der Öffentlichkeit übergeben. Dazu wird sie sich wieder auf den Weg machen und auf den Kieselberg kommen und damit ihren langen Weg vom Wald über den Baubetriebshof und den Hof des Alten Schlosses vollenden – und die Freibadbesucher daran erinnern, dass Baden und Relaxen auf der grünen Wiese einfach die schönsten Sommerfreuden sind.

„Die Badende“ ist die dritte Skulptur, die Cornelia Brader in Gaildorf geschaffen hat. Zu ihrem Gaildorf-Œuvre zählt noch eine Pferdeskulptur und ein Holzporträt des Saxofonisten Frank Selten von der Barrelhouse-Jazzband. Brader lebt mit ihrer Familie in Memmingen, kommt aber zumeist in den Ferien zum Arbeiten nach Gaildorf.

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