Verkehr Stadt finanziert Verbreiterung der Firmenzufahrt von Bott

Die Bahnstraße in Kleinaltdorf ist die Zufahrt zur Firma Bott. Der Einmündungsbereich der Bahnstraße ist für den Begegnungsverkehr von Lkw zu eng, deshalb soll die Straße verbreitert werden. Die Gestaltung des Platzes  beim Brunnen wird später Thema sein.
Die Bahnstraße in Kleinaltdorf ist die Zufahrt zur Firma Bott. Der Einmündungsbereich der Bahnstraße ist für den Begegnungsverkehr von Lkw zu eng, deshalb soll die Straße verbreitert werden. Die Gestaltung des Platzes  beim Brunnen wird später Thema sein. © Foto: Cornelia Kaufhold
Gaildorf / Cornelia Kaufhold 14.03.2018
Regelmäßig rollen Autotransporter durch die Bahnstraße in Kleinaltdorf zum Fahrzeugeinrichter Bott. Dabei geht es sehr eng zu. Jetzt soll die Straße auf zwölf Meter verbreitert werden. Das kostet die Stadt 75 000 Euro.

Die Firma Bott präsentiert sich auf ihrer Homepage als „modernes und erfolgreiches Unternehmen, das in Europa stark positioniert ist und weltweit expandiert“. Im Geschäftsjahr 2017 habe sie 124 Millionen Euro Umsatz gemacht, heißt es dort. Der Fahrzeugausstatter baut die vom Kunden georderten Teile auf seinem Gelände in Kleinaltdorf ein. Täglich fahren Lastwagen die Firma an. Die Einfahrt von der B 19 in die Bahnstraße ist für die Transporter allerdings nicht ausgelegt. „Zwei kommen da nicht aneinander vorbei“, erklärt Ortsvorsteher Jürgen Jäckel. Selbst wenn an der Ampel ein Auto steht, könne ein Autotransporter nicht in die Bahnstraße einbiegen, er messe immerhin 12 bis 14 Meter. „Das ist das Problem“, so Jäckel in der Sitzung des Ortschaftsrates Eutendorf.

Ein Haus nahe des Einmündungsbereichs der Bahnstraße blockierte bis vor wenigen Jahren eine Lösung des Problems. Nach dem Tod des Eigentümers hat Bott das Haus gekauft und abreißen lassen.

Auf 12 Meter Breite ausgebaut

„Die Gründe für den Abriss des Gebäudes in Kleinaltdorf an der Ecke zur B 19 lagen an der problematischen Zufahrt für größere Fahrzeuge sowie darin, dass das Gebäude alt und baufällig war. Hat es doch einen sehr schlechten Eindruck auf unsere Kunden bei Besuchen unseres Unternehmens gemacht. Wir hatten uns für das heruntergekommene Ortsbild geschämt“, teilt Axel Theurer von Bott auf Nachfrage unserer Zeitung mit. 75 000 Euro investiert die Stadt Gaildorf in die Verbreiterung der Einfahrt. Die Bahnstraße wird auf einer Länge von circa 50 Metern ausgebaut. „Sie wird 12 Meter breit“, erklärt Manfred Sonner im Ortschaftsrat. Dafür müsse der Brunnen versetzt werden. „Es gibt keinen Tiefbau, der Unterbau bleibt“, informiert Sonner. Der Randstein sei kaputt und werde ausgetauscht. Die Ampel wird entsprechend versetzt und mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. Ein Fußgängerüberweg sei nicht geplant, aber eine barrierefreie Querungsmöglichkeit. Dafür wird der Randstein auf Null abgesenkt. „Von der Sicherheit her ist das nicht optimal“, räumt der Amtschef ein. Im März/April sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden. Sonner rechnet im Juni/Juli mit dem Baubeginn.

Dass die Stadt den Ausbau der Firmenzufahrt zu Bott finanziert, ist für Bürgermeister Frank Zimmermann „eine Selbstverständlichkeit“. Zum Ersten sei die Firma mit dem Kauf und Abriss des baufälligen Hauses in Vorleistung gegangen, „damit die Lkw nicht mehr mit der Schnauze am Haus hängenbleiben“, argumentiert der Rathauschef auf Anfrage unserer Zeitung.  Die Straße befände sich ohnehin in „beklagenswertem Zustand“.

Hochqualifizierte Arbeitsplätze

Zum Zweiten biete Bott in Gaildorf „hochqualifizierte Ausbildungs- und Arbeitsplätze an. Da darf man ihr auch mal entgegenkommen.“ Und die Stadt profitiere von der Firma als Gewerbesteuerzahler und stehe in der Verantwortung, angesiedeltem Gewerbe eine adäquate Zufahrt zur Verfügung zu stellen.

Ideen zur Platzgestaltung

Die Stadt habe zwar einen Entwurf über die Gestaltung des Platzes, müsse jedoch noch Gespräche mit dem Eigentümer führen, der Firma Bott, räumt Jäckel ein. Denn ihr gehört das Areal, lediglich der hintere Teil bei der Stützmauer befinde sich im Eigentum der Stadt. Der Platz soll beleuchtet und mit Bäumen begrünt werden. Eine Sitzgelegenheit ist geplant. Wenn auch die Nähe zur vielbefahrenen Bundesstraße nicht zum Picknick einlädt, möchte die Stadt Radfahrern oder Dorfbewohnern eine Rastmöglichkeit anbieten. Die Platzgestaltung wird nach dem Abschluss der Gespräche mit Bott in den Gremien, dem Ortschafts- und dem Gemeinderat, thematisiert. ka

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