Oberrot Sozialer Zusammenhalt im Fokus

Unter Federführung von Oberrot hat der Verwaltungsverband ein Konzept erarbeitet, das die Identität der Orte beschreibt.
Unter Federführung von Oberrot hat der Verwaltungsverband ein Konzept erarbeitet, das die Identität der Orte beschreibt. © Foto: Peter Lindau
Oberrot / Brigitte Hofmann 27.07.2018
Mit dem Projekt „Städte und Gemeinden 4.0-Future communities“ macht der Gemeindetag Baden-Württemberg seine Städte und Gemeinden fit für den digitalen Wandel.

Der Wohnort eines Menschen wird nicht zwangsläufig zu seiner Heimat. Schon gar nicht in Zeiten der Digitalisierung, in denen die Welt zusammenrückt und er überall zu Hause ist. Solchen Gedanken trägt das Projekt des Gemeindetags Baden-Württemberg Rechnung, das überschrieben ist mit „Städte und Gemeinden 4.0 – Future Communities: Digitalisierung und Heimat.“ Wie andere Städte und Gemeinden hat auch der Gemeindeverwaltungsverband Limpurger Land Interesse bekundet, dieses Projekt umzusetzen.

Ziel ist, den sozialen Zusammenhalt unter den Bürgerinnen und Bürgern zu stärken und eine emotionale Bindung an die reale Gemeinde herzustellen. Alle sollen sich mit ihr identifizieren, sie soll ein Ort der Begegnung sein und auch in einer digitalen Welt Heimat bleiben. Unter Federführung der Gemeinde Oberrot wurde ein Konzept erarbeitet, das in einem ersten Schritt die Identität der Gemeinden herausstellt. In einem weiteren soll dann die neue Identität vor Ort sichtbar gemacht werden. Die eingegangenen Konzepte wurden von der Auswahljury des Gemeindetags unter Beteiligung des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg an qualitativen Bewertungskriterien gemessen. Insbesondere wurde auf eine regionale Ausgewogenheit und die Größe beziehungsweise Einwohnerzahl der Kommunen geachtet. Eine zentrale Rolle spielt die Ausgangslage vor Ort und damit verbunden die Notwendigkeit zur Entwicklung einer (neuen) Identität. Ferner werden örtliche Besonderheiten sowie Art und Umfang der im Konzept beschriebenen Verknüpfung des Heimatgedankens mit den Chancen und Auswirkungen des digitalen Wandels gewürdigt.

„Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr Konzept die angelegten Bewertungskriterien in besonderem Maß erfüllt hat. Es ist Ihnen gelungen, die Auswahljury mit Ihrem Vorhaben voll zu überzeugen. Zu Ihrer Auswahl als Projektgemeinde möchte ich Ihnen herzlich gratulieren.“ So lautet die letzte Passage im Schreiben des Gemeindetags, welches Bürgermeister Daniel Bullinger Anfang des Monats mit der zusätzlichen Anrede „lieber Zukunftsgestalter“ erhalten hat. Man freue sich, heißt es an anderer Stelle, dass der Gemeindeverwaltungsverband Limpurger Land gemeinsam mit dem Gemeindetag den digitalen Wandel aktiv gestalten möchte.

Noch sei nicht abzusehen, wie sich das entwickeln werde, sagte Bullinger in der Ratssitzung, doch die Freude darüber war ihm deutlich anzusehen.

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