SO EBBES vom 5. September 2015

PIN RIF RIF/WJ 05.09.2015

Es hat zwar fünf, sechs Jahre gedauert, aber jetzt ging der Wunsch in Erfüllung: Ortsvorsteher Jürgen Jäckel strahlt mit der neuen Beleuchtung entlang der Eutendorfer Straße um die Wette. Kaum waren die neuen Laternen eingeschaltet, saß Jäckel auch schon im Auto und fuhr die "Allee" rauf und runter. Das genüssliche "Cruising" zur Dämmerstunde mag ihm sein Vehikel allerdings krummgenommen haben. Das Jäckel-Mobil verweigerte am Donnerstagmorgen prompt den Dienst. Diagnose: Anlasser kaputt. So landete das Auto in der Werkstatt und Jürgen Jäckel fuhr mit einem Ersatzwagen aufs Motocross-Gelände. "Aber ja nicht schmutzig machen", lautete die Anweisung aus dem Reparaturbetrieb. Jäckel gab sich alle Mühe und so erstrahlte der Leihwagen denn auch noch beim "bunten Nachmittag" (wir berichteten) blütenweiß. Auch von den sonst üblichen motocrossbedingten Dellen an Jäckels Auto war (noch) nichts zu sehen.Eine "Wahnsinnsgurkerei" sei das gewesen, berichtet ein Redaktions-Kollege aus einer nahe gelegenen Kreisstadt von seiner jüngsten Dienstfahrt durchs Kochertal gen Aalen. Unvermutet sei er in Bröckingen vor der gesperrten B 19 gestanden und habe sich dann mühsam seinen Weg über Rotenhar suchen müssen. Das Umleitungsschild in Gaildorf habe er schon gesehen, aber "nicht richtig ernst genommen". Geht's noch alberner? Allerdings: Hätte der Kollege seine Zeitung gelesen, hätte er sich die "Wahnsinnsgurkerei" von vornherein ersparen können. Kein Mitleid!Unserer Leserin Elke Hersacher jedenfalls würde das nicht passieren. Wenn sie nicht gerade auf dem mutmaßlich weltweit größten Heavy-Metal-Festival in Wacken rumhängt, liest sie ihre Zeitung gründlich und gerne und wenn ihr etwas besonders gefallen hat, etwa unsere Ferientipps, dann lobt sie uns auch: "Vielen Dank für die schönen Ausflugstipps - es muss nicht gleich Wacken sein, es gibt Interessantes ganz in der Nähe zu erkunden, das mir als 'Reingeschmeckte' nicht bekannt war. Früher habe ich sie sorgsam ausgeschnitten, heute kann man sie ja bequem im Internet nachlesen. Da mein Hund 'Azghoul' nicht mit aufs Konzert durfte, trösten wir ihn mit Besuchen von Seen und tollen Wanderwegen."

Eigentlich gehören Opuntien ja nach Nord- und Südamerika und in die Karibik. Das wissen sie bloß nicht, weshalb sie zwischenzeitlich weltweit verbreitet sind. Ein sehr schönes Exemplar hat beispielsweise Rolf Hagemüller bereits 1985 entdeckt, als er in Montenegro Urlaub machte. Wie der Kaktus da hingekommen ist? Vermutlich so, wie er dann auch nach Gaildorf und überhaupt um die Welt kam: als Ableger. 30 Jahre alt ist die Opuntie heuer also geworden, und für die gute Pflege dankte sie heuer mit - bisher - 83 goldgelben Blüten und 18 kirschroten Früchten.