SO EBBES vom 20. Juli 2013

HAKU 20.07.2013

Das große Jubelfest "125 Jahre Liederkranz Ottendorf" ist vorbei. Doch bevor dieses glanzvolle Kapitel Vereinsgeschichte in der Chronik des Liederkranzes seinen Abschluss findet, möchte die "So ebbes"-Redaktion noch einen pfiffigen Programmpunkt in Erinnerung rufen - den Auftritt der "Jubeljungfrauen". Zu vorgerückter Stunde zogen die Sängerinnen des gemischten Chores alle Register, um um Nachwuchs für den Chor zu werben. Sie wurden von ihrem Dirigenten Peter Richter hervorragend unterstützt. Richter wiederum dankte den Sängerinnen mit "Merci, merci, merci" und überreichte jeder eine Rose. Was die Frauen gesungen haben? Hier eine Kostprobe: "So wichtig wie unser Peterle isch / Gar nichts auf der Welt / Gibt er den Ton - dann singen wir / Was Leib und Seele hält / Gibt er den Ton - dann singen wir ja ja singen wir / Was Leib und Seele hält!"

Dass der Regisseur André Erkau zur Vorstellung seines Filmes "Das Leben ist nichts für Feiglinge" auch eine seiner Darstellerinnen mitgebracht hat, dürften die wenigsten der Besucher bemerkt haben. Seine zehnjährige Tochter Josefine, die vor der Vorstellung in Schlosshof und -graben recht wuselig unterwegs war, hat eine kleine Rolle mit einem Hula-Hoop-Reifen. Den Film hat sie offenbar schon oft gesehen, und "echt peinlich" findet sie, dass ihre Eltern ihr bei der Bettszene von Wotan Wilke Möhring und Rosalie Thomass immer die Augen zugehalten haben. Ob sie bei der Vorführung im Schlosshof zugucken durfte, entzieht sich unserer Kenntnis.

2500 Euro haben die Frauen der Terre-des-Hommes-Ortsgruppe Gaildorf eingenommen. Beim reinen Kuchenverkauf bleibt es nicht immer. Manche Bluesfestbesucher interessieren sich für die Arbeit der Ortsgruppe und manche für die Kuchenrezepte, explizit für das des schwäbischen Hefezopfs. 15-mal kam er im Laufe der Nacht, um Hefezopf nachzuladen. Ein Kuchenesser bedankte sich bei Terre des Hommes in einer E-Mail für die Kuchen und Torten. Er kommt schon jahrelang zum Bluesfest und freut sich dabei auch immer auf den TDH-Kuchenstand. Diesmal habe er sechs Stück probiert - "und alle waren superlecker".

Deutsch auch ohne Goethe - Hauptsache Hall: Wenn polnische Touristen ins westliche Nachbarland reisen wollen, wird ihnen Deutschland mit einer bilderbuchhaften Sicht schön fachwerkhaft vom Haller Grasbödele zur Michaelskirche schmackhaft gemacht. Der auch in Warschau ansässige Langenscheidt-Verlag hat diese Idylle für sein noch mit einer CD angereichertes Buch "Moderne Konversation in der deutschen Sprache - Notwendige Redewendungen und Wörterbücher" (Foto) verwendet. Um die schwere deutsche Sprache zu erlernen, kommt man also um Schwäbisch Hall kaum herum. Da braucht es nicht unbedingt die Filiale vom Goethe-Institut in der Salzsiederstadt.