Ressourcen Sigel: Für Umwelt aktiv werden

Landrat Dr. Richard Sigel eröffnet den dritten kommunalen Klimaschutz- und Energietag im Winnender Klinikum.
Landrat Dr. Richard Sigel eröffnet den dritten kommunalen Klimaschutz- und Energietag im Winnender Klinikum. © Foto: Landratsamt
Rems-Murr-Kreis / swp 07.04.2018

Der Rems-Murr-Kreis hat zum dritten Mal zum kommunalen Klimaschutz- und Energietag geladen. In den Veranstaltungsräumen des Rems-Murr-Klinikums Winnenden trafen sich Vertreter von Kommunen, Energiegenossenschaften, des Landkreises und der Energiewirtschaft zum Austausch über Klimaschutz- und Energiethemen. Der Fokus lag diesmal auf dem Thema Solarenergie.

 In der Begrüßungsrede betonte Landrat Dr. Richard Sigel die Dringlichkeit, sich weiterhin im Klimaschutz zu engagieren. „Auch fast genau 25 Jahre nach der Präsentation des ersten Kühlschranks ohne FCKW in Köln zum Schutz der Ozonschicht und des Klimas gibt es weiterhin viel zu tun“, sagte er. Die Folgen klimatischer Veränderungen seien in der Natur, Gesellschaft und Wirtschaft spürbar. Potenzial, um sich für den Klimaschutz einzubringen, sei auch im Rems-Murr-Kreis zweifelsohne vorhanden, so Sigel – beispielsweise beim Ausbau erneuerbarer Energien. Der Landrat kündigte an, dass er dem Kreistag noch vor der Sommerpause ein drittes Klimaschutzhandlungsprogramm für 2019 bis 2022 vorschlagen werde. Der Klimaschutz- und Energietag solle hierfür zusätzliche Impulse liefern.

Wichtige Informationen erhielten die Teilnehmer aus mehreren Impulsvorträgen zum Thema Solarthermie und Photovoltaik, heißt es in der Pressemitteilung der Kreisverwaltung weiter. Franz Pöter, Geschäftsführer des Vereins Solar Cluster Baden-Württemberg, zeigte auf, dass Photovoltaik-Anlagen nach wie vor wirtschaftlich sind. Über die Fördermöglichkeiten für Solarenergie für Kommunen informierte Martina Riel von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH.

Zudem stellte der Geschäftsführer der Stadtwerke Crailsheim, Jürgen Breit, eine vorbildhafte Maßnahme für CO2 -freie Wärmeerzeugung außerhalb des Rems-Murr-Kreises vor: die Solaranlagen und Wärmespeicher des Crailsheimer Stadtteilprojekts Hirtenwiesen.

 Zahlreiche innovative Projekte und Initiativen in den Kommunen und Gemeinden des Rems-Murr-Kreises zeigen, dass Klimaschutz einen hohen Stellenwert im Landkreis hat. Sechs dieser vorbildhaften Projekte wurden am dritten kommunalen Klimaschutz- und Energietag vorgestellt. Darunter sind ein klimaneutrales Neubaugebiet in Waiblingen, Mieterstrom-Konzepte für Bürger in Schwaikheim und Weissach im Tal, klimafreundliche Quartiersversorgung in Winnenden, Strom und Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen im Wärmenetz Aspach und besondere Fördermöglichkeiten von der Kommune für die Bürger in Weissach im Tal.  Beispiele für Mieterstrommodelle aus dem Rems-Murr-Kreis zeigen, dass Bürger finanziell von der Energiewende profitieren können. Auch Elektrospeicher rechnen sich durch deutlich gesunkene Anschaffungskosten und Förderung. Mithilfe von Förderprogrammen können innovative Projekte im Landkreis realisiert werden.

Der dritte kommunale Klimaschutz- und Energietag 2018 war für die Teilnehmer und den Veranstalter, das Landratsamt Rems-Murr-Kreis, ein gelungener Austausch zu beispielhaften Projekten im Landkreis, resümiert die Kreisverwaltung. So konnten auch in diesem Jahr wieder wertvolle Informationen gesammelt und gemeinsam neue Anknüpfungspunkte identifiziert werden.