Automobil Sicher auf der Straße unterwegs

KW-Entwicklungsleiter Thomas Wurst spricht mit Schülern des Heinrich-von-Zügel-Gymnasiums Murrhardt.
KW-Entwicklungsleiter Thomas Wurst spricht mit Schülern des Heinrich-von-Zügel-Gymnasiums Murrhardt. © Foto: KW Automotive
Murrhardt/Fichtenberg / swp 14.02.2018

Ein neues Logistikzentrum entsteht derzeit im Aspachweg in Fichtenberg. Bauherr ist die Firma KW Automotive. Zusammen mit dem Ausbau der Fertigungskapazitäten und der Erweiterung der Fahrwerkentwicklung tätige KW derzeit die größten Bau- und Investitionsmaßnahmen der Firmengeschichte, steht in einer Mitteilung. Der Fahrwerkhersteller fertigt in Fichtenberg sein komplettes Portfolio an Fahrwerkkomponenten. Weltweit beschäftig die KW-Gruppe 350 Menschen, 250 davon in Fichtenberg.

Verstärkte Ausbildung

Um dem anhaltenden Fachkräftemangel Paroli bieten zu können, bildet der Fahrwerkhersteller auch verstärkt aus. Im Rahmen des Berufs-und-Betriebsorientierungs-Projekts (BBO) des Unternehmerforums „Oberes Murrtal (UFOM)“ besuchten nun Schüler des Heinrich-von-Zügel-Gymnasiums Murrhardt den KW-Stammsitz im Rottal.

Viele der Schüler planen, nach dem Schulabschluss zu studieren und für einige komme auch eine Karriere in der Automobilindustrie infrage, teilt die KW mit, die auch die Möglichkeit eines Studiums an der Dualen Hochschule bietet. Neben der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen können Abiturienten auch ein Maschinenbaustudium (Fahrzeug-System-Engineering) absolvieren.

Wie technisch anspruchsvoll und herausfordernd die Entwicklung von Fahrwerken ist, erklärte Entwicklungsleiter Thomas Wurst den Schülern. Im Grunde sorge nur das komplexe Zusammenspiel von Fahrwerk und Reifen dafür, dass ein Auto sicher auf der Straße fährt. „Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob es sich um ein Automobil mit herkömmlichem Verbrennungsmotor oder um ein Fahrzeug mit Elektroantrieb handelt. Ein Fahrwerk benötigt jedes Auto, egal welchem Antriebskonzept die Zukunft gehört“, so Entwicklungsleiter Wurst.

Mehr als 400 Einzelteile

Mittlerweile bestehen Fahrwerke, je nach Version, aus mehr als 400 Einzelteilen. Die Palette reicht vom adaptiven Dämpfer mit optionaler Smartphone-Steuerung bis hin zu Fahrwerken, die für mehr Fahrkomfort in Sportwagen sorgen.

„Schon länger arbeiten wir mit verschiedenen Automobilherstellern zusammen und sind nicht nur im Werksmotorsport als Fahrwerklieferant tätig“, betont Thomas Wurst. „Viele Spitzenmodelle deutscher Automobilmarken sind bereits ab Werk mit einem Fahrwerk aus Fichtenberg ausgerüstet.“ Geschichtlich betrachtet wurzelt KW in Murrhardt. Der Name steht für die Initialen des Gründers Klaus Wohlfarth, der vor mehr als 25 Jahren in Murrhardt mit einem Einzelhandelsgeschäft für sportliches Automobilzubehör seine Karriere begann. Heute habe sich KW im „Aftermarket“ und in der Automobilindustrie als Fahrwerkhersteller für individuelle Fahrwerklösungen etabliert.

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