Schon in vorangegangenen Sitzungen hatte sich der Oberroter Gemeinderat mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Erweiterung Seniorenhaus Margarete“ zu beschäftigen. Er hatte eine gefälligere optische Gestaltung zur Rottalstraße hin gefordert, was planerisch umgesetzt wurde. Inzwischen waren die Pläne öffentlich bekannt gemacht worden. Von Seiten der Oberroter gingen keine Stellungnahmen, Bedenken oder Anregungen ein, diejenigen von Trägern öffentlicher Belange wurden in der endgültigen Fassung berücksichtigt sowie textlich angepasst. Die Änderungen sind aber so geringfügig, dass auf eine erneute öffentliche Auslegung verzichtet werden kann.

Gemeinderat beschließt Bebauungsplan für das Seniorenhaus

Das Vorhaben habe man schon weit vorangebracht, sagte Claus Wolf vom Mutlanger Büro LK&P, der in der Sitzung die Details erläuterte. Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte moniert, dass aufgrund der vorhandenen Bebauung das Sichtfeld im Einmündungsbereich der Raiffeisenstraße in die Rottalstraße nicht ausreichend sei. Ein Spiegel solle hier Abhilfe schaffen. Außerdem dürfe durch das Bauvorhaben der Hochwasserschutz nicht beeinträchtigt werden, und der Flächennutzungsplan müsse entsprechend berichtigt werden.

Die Telekom bat darum, die Verkehrswege an die bereits vorhandenen Telekommunikationslinien anzupassen, damit diese nicht verlegt werden müssen. Die Untere Naturschutzbehörde will in jedem Fall die beschriebenen artenschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen ausgeführt wissen.

Die Diskussionen über dieses Projekt blieben auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung nicht aus. Der neue Bauteil entlang der Rottalstraße scheint manchen Räten immer noch zu wuchtig. Gemeinderat Uli Roll findet, das Gebäude ist ein Stockwerk zu hoch. Klaus Kübler sieht das Thema Wirtschaftlichkeit zu sehr in den Vordergrund gerückt, der Ort solle lebenswert bleiben. Der Bedarf sei da, den gelte es abzudecken und Kompromisse zu finden, hielt Bürgermeister Daniel Bullinger dagegen. „Nicht schön, aber notwendig“, brachte Gemeinderätin Tanja Knupfer die Sache schließlich auf den Punkt.

Bei einer Gegenstimme wurde der vorhabenbezogene Bebauungsplan inklusive der örtlichen Bauvorschriften als Satzung beschlossen.

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