Abtsgmünd Seit 1948 eine beliebte Ferienadresse

Geschwisterkinder besuchen die Jungs und Mädels im Zeltlager in der Zimmerbergmühle. Es dauert 17 Tage.
Geschwisterkinder besuchen die Jungs und Mädels im Zeltlager in der Zimmerbergmühle. Es dauert 17 Tage. © Foto: fa
Abtsgmünd / Wolfgang Fath 22.08.2018
Trotz Hitze ist die Stimmung beim Sommerzeltlager des Kreisjugendrings in der Zimmerbergmühle bestens. Das sagen Eltern der Zeltlagerkinder.

Im ersten Lagerabschnitt sorgen die 203 Kinder und 32 ehrenamtlichen Betreuer dafür, dass im sonst beschaulichen Bühlertal bei Abtsgmünd keine Langeweile aufkommt. „70 Jahre zusammenstehen“  heißt  in diesem Jahr das Lagermotto. Vom ersten Lagertag an gibt es keinen Leerlauf. Die Betreuer lassen sich jeden Tag etwas Neues einfallen, und so werden die Kinder nach 17 Tagen in der Zeltlagerstadt an der Bühler neben neuen Freundschaften und Gespür für die Natur auch viele Erfahrungen für ihre weiteren sozialen Bindungen mitnehmen.

„Wir haben dieses Jahr Jubiläumswetter“, meinte Jochen Wörner, Lagerleiter des ersten Zeltlagerabschnittes. Immerhin werden 70 Jahre Zeltlager in der Zimmerbergmühle gefeiert.

„70 Jahre Bühler-Power“ haben sich die 32 ehrenamtlichen  Betreuerinnen und Betreuer“ auf ihr violettes T-Shirt geschrieben. Die meisten von ihnen haben früher einmal das Zeltlager-T-Shirt mit dem Aufdruck „ZBM“ getragen und waren als normale Ferienlagerteilnehmer zum ersten Mal in die Zimmerbergmühle gekommen.

Nach der Mittagspause sorgt  an den heißen Tagen Landwirt  Karl Engele von der Zimmerbergmühle dafür, dass die riesige Wasserrutsche neben seinem Haus mit kühlem Wasser aus der Bühler besprengt wird. Auch ein Bad im alten Mühlkanal ist  möglich, allerdings mit Schwimmweste. Mit Geländespielen, Ausflügen, Nachtwanderungen und Bastelarbeiten sowie viel Sport und Bewegung sind die Tage ausgefüllt.

Für Ordnung gesorgt

Bei so vielen Zeltlagerbewohnern muss natürlich auch Ordnung herrschen, deswegen hat jede Zeltbesatzung einmal Lagerdienst und ist für die Sauberkeit der ­Tische nach den Mahlzeiten verantwortlich und kümmert sich um das Aufsammeln des Mülls auf dem Lagergelände. Zusammen mit den Zeltbetreuern sind sie auch für die Nachtwache im Lager zuständig. Die letzte Schicht ist dann dran, wenn die ersten wieder aufstehen. Kein Problem war in diesem Jahr das Übernachten im Freien, denn es waren ­weder Regen noch kühle Witterung angesagt, berichten die Betreuer.

Bühne fürs Theaterstadel

Beim traditionellen Besuchertag am zweiten Lagersonntag durften Eltern, Geschwister Freunde und Bekannte der Zeltlagerkinder für drei Stunden Lagerluft schnuppern. Nachdem die schmutzige Wäsche gegen frische  ausgetauscht war, gab es viel über das Erlebte in der ersten Woche  zu erzählen. Proppenvoll war nach der Begrüßung durch Lagerleiter Jochen Wörner dann der Theaterstadel. 23 Jungschauspieler begeisterten die Besucher mit Auszügen aus dem Musical Grease. Auch der traditionelle Lagertanz wurde aufgeführt und wie immer spielten die Eltern gegen die Betreuer in einem schweißtreibenden Spiel Fußball.

Am Sonntag enden für die jetzigen Teilnehmer die 17 Ferientage im Zeltlager, dann beginnt der zweite Lagerabschnitt in der Zimmerbergmühle.

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