Tradition Segen für Rösser und Reiter

Das Fest zu Ehren des heiligen Patrizius hat eine jahrhundertealte Tradition in Hohenstadt. Dieses Jahr war Weihbischof Matthäus Karrer zur feierlichen Segnung der Pferde und der Reiter in den Ort gekommen.
Das Fest zu Ehren des heiligen Patrizius hat eine jahrhundertealte Tradition in Hohenstadt. Dieses Jahr war Weihbischof Matthäus Karrer zur feierlichen Segnung der Pferde und der Reiter in den Ort gekommen. © Foto: Wolfgang Fath
Abtsgmünd-Hohenstadt / Wolfgang Fath 20.03.2018

Trotz Schnee und kaltem Wind haben am Sonntag viele Menschen am Hohenstadter Patriziusfest mit Gottesdienst und Reitersegnung teilgenommen. Auch am eigentlichen Patriziustag, am Samstag, dem 17. März, feierten die Hohenstadter mit Pilgern ihren Schutzheiligen: Wallfahrtsmesse und Kirchenkonzert waren gut besucht.

Erlös für die Kirchensanierung

Auch nach 366 Jahren – übrigens in ununterbrochener Reihenfolge – ist die Wallfahrt zum heiligen Patrizius nach Hohenstadt für viele Pilger ein ehrliches und auf ihrem christlichen Glauben basierendes Anliegen. Das feierliche Hochamt am Sonntag zelebrierte Weihbischof Matthäus Karrer aus Rottenburg. Musikalisch umrahmte der im letzten Jahr gegründete Patrizius-Chor mit Sängerinnen und Sängern aus Hohenstadt unter der Leitung von Sybille Balle das festliche Geschehen mit Liedbeiträgen aus der Kirchberger Messe von Lorenz Maierhöfer. Harald Ocker begleitete den Festgottesdienst und den Projektchor an der Orgel.

Die traditionelle Reiter- und Pferdesegnung auf dem Marktplatz zelebrierte Weihbischof Matthäus Karrer. In diesem Jahr nahmen wegen der ungünstigen Witterung deutlich weniger Reiterinnen und Reiter mit ihren Pferden an der Reiterprozession mit anschließender Segnung teil. Der Bischof zog gemeinsam mit Pater Johny in einer Kutsche durch den Ort.

Alle Geschöpfe seien Wesen Gottes, und alles lebe zur Ehre Gottes, sagte der Bischof vor der Pferdesegnung auf dem Marktplatz. Er freue sich besonders darüber, dass die Reitersegnung wegen des ungemütlichen Wetters nicht ausfalle und die Bevölkerung von Hohenstadt diese alte Tradition, welche auch die Heimat präge und für den christlichen Glauben stehe, aufrechterhalte. Auch solche Feste „werden uns in die Zukunft tragen“, so Matthäus Karrer. Dazu trügen auch der Segen und die Fürsprache des heiligen Patrizius bei, des Schutzpatrons der Tiere.

Musikalisch umrahmte der Musikverein Hohenstadt unter der Leitung von Heidi Kuene die Reitersegnung. Nach Hochamt und Segnung herrschte im Fruchtkasten und im aufgestellten Zelt Hochbetrieb. Besucher aus nah und fern genossen nach den geistlichen Impulsen auch die leiblichen Genüsse wie die traditionelle Hausmannskost, die wie jedes Jahr von unzähligen fleißigen Helfern im Hintergrund zubereitet wurde. Auch die umfangreiche Tombola im Sidonienstift fand regen Zuspruch.

Nikolaus Graf Adelmann führte am Nachmittag interessierte Festbesucher durch das Schloss und durch die Wallfahrtskirche. Für deren Sanierung ist denn auch der Erlös des diesjährigen Patriziusfestes bestimmt. So muss zum Beispiel der Blitzschutz aufwendig erneuert werden. Die Kosten für den Innen- und den Außenbereich belaufen sich auf rund 400 000 Euro.

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