Die bislang wärmsten Temperaturen des Jahres herrschten am vergangenen Samstag im Limpurger Land. Dies bedeutete für die freiwilligen Helfer bei der Aufforstung einer Käferfläche von etwa 30 mal 100 Metern am Kirgel zwar eine zusätzliche Anstrengung, doch für die jungen Eichenpflänzchen war es der ideale Zeitpunkt. Der Boden und die Lage am Südhang des Kirgels mit Blick auf Mittelrot sei für Eichen ein guter Standort, meinte Organisator Karl-Dieter Diemer, denn Eichen lieben einen Sonnenhang und einen schweren Tonboden.

Die Helfer hätten es freilich gerne flacher gehabt, zumal der Steilhang einiges Gestrüpp aufwies. Der Käfer hatte an dem Südhang ganze Arbeit geleistet, hatte aber klare Grenzen hinterlassen, sodass die gerodete Fläche gut einzuordnen war. Ausgestattet mit einem Hohlspaten, Eichenstäben, Wuchshüllen und den kleinen Eichenpflänzchen galt es für die Helfer, sich von unten nach oben zu arbeiten. Das Ausheben eines Pflanzlochs ging ganz gut, falls keine Wurzeln im Weg waren. Die Pflanzen wurden mit der ausgehobenen Erde eingesetzt, angedrückt und dann mit einer Wuchshülle mit einem Stab geschützt. Diese verhindert in den nächsten Jahren, dass Gestrüpp die jungen Pflanzen überdeckt und sorgt auch dafür, dass die Bäume nicht zu sehr in die Breite gehen und später zu einem guten Stamm heranwachsen.

„Nicht alle werden anwachsen“

Für einen Laien wurde viel zu dicht gepflanzt, doch Karl-Dieter Diemer beruhigte: „Nicht alle Pflanzen werden anwachsen und später wird noch vereinzelt.“ Ein Blick in den Nachbarwald, der vor Jahren von Schülern angelegt wurde, bestätigte dies. Dort hat sich schon ein Mischwald mit Ahorn, Kirsche und Buchen gebildet, denn diese Baumarten hatten sich auch dort angesiedelt.

Bei der Aufforstung am Samstag wurden ebenfalls Kirschbäume gepflanzt. Für Fichten eigne sich dieser Südhang nicht so gut, denn der Boden und die Wasserversorgung seien für diese Baumart weniger passend. Am Vormittag wurde der obere Teil des Südhangs gepflanzt, am Nachmittag rückte eine zweite Gruppe an, um den unteren Teil zu bepflanzen.

Martin Zecha, der Initiator der Aktion „Natürlich Gaildorf“, war für die Verpflegung zuständig. Es standen ausreichend Getränke zur Verfügung und als kulinarischer Höhepunkt folgte zum Ende eine Gemüsesuppe mit allerlei Kräutern. Auf offenem Feuer gekocht und mit vielen Gemüsearten, natürlich ohne Plastikmüll serviert, war dies die Belohnung für eine schweißtreibende Arbeit. Bürgermeister Frank Zimmermann schaute ebenfalls vorbei und sah nach „seinem“ Stadtwald – der aber auf Fichtenberger Gemarkung liegt.

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