Für den Vorsitzenden der Fremdenverkehrsgemeinschaft Schwäbischer Wald, Rems-Murr-Landrat Richard Sigel, ist die Schwäbische Waldfee eine Erfolgsgeschichte: „Das hätte sich vor sieben Jahren wohl niemand träumen lassen, dass wir damit solche Besucher- und Medienaufmerksamkeit erzielen.“ Jetzt wird eine Nachfolgerin für Leonie Treml gesucht, die amtierende und mittlerweile siebte Waldfee. Interessierte, die den Schwäbischen Wald für ein Jahr als Markenbotschafterin repräsentieren wollen, können sich bis 26. Februar bewerben.

Leonie Treml möchte ihr Waldfee-Jahr nicht missen: „Es waren so viele magische Momente, die mich zur Fee beflügelt haben.“ Die Begegnungen mit Kindern zählen für sie zu den schönsten Erlebnissen. „Durch ihre Augen wird die Schwäbische Waldfee Wirklichkeit. Das sind einfach tolle Erfahrungen, die man nur in dieser Rolle erleben kann“, sagt sie. Auf die amtierende Waldfee warten viele Events in den Kommunen, am „Tag des Schwäbischen Waldes“ oder am Mühlentag. Auf Messen wie der CMT in Stuttgart und zu anderen Terminen soll sie über das touristische Angebot informieren. In dieser Zeit wird sie oft in Presse, Funk und auch im Fernsehen präsent sein, heißt es in der Mitteilung der Fremdenverkehrsgemeinschaft weiter.

Wie kann man sich für das Amt der Waldfee bewerben?

Bedingung für die Teilnahme ist, dass der Wohnsitz oder der Lebensmittelpunkt der Bewerberin in einer der Mitgliedskommunen des Schwäbischen Waldes liegt und sie volljährig ist. Bewerberinnen aus den Vorjahren dürfen sich erneut zur Wahl stellen.

Bei der Wahl am Mittwoch, 18. März, in Murrhardt gilt es, mit Ausstrahlung, Ortskenntnis und Selbstbewusstsein die Jury aus Landrat, Bürgermeistern und ehemaligen Waldfeen von sich zu überzeugen. Öffentlich gekürt wird die Schwäbische Waldfee am Freitag, 1. Mai, auf dem Kinder-Natur-Erlebnisfest in Auenwald.

Folgende Waldfee-Kommunen nehmen Bewerbungen an: Alfdorf, Althütte, Aspach, Auenwald, Berglen, erstmals Gaildorf, Großerlach, Gschwend, Kaisersbach, Mainhardt, Murrhardt, Oberrot, Oppenweiler, Rudersberg, Spiegelberg, Sulzbach an der Murr, Weissach im Tal, Welzheim und Wüstenrot. Interessierte richten ihre Bewerbung an das Rathaus ihrer Heimatkommune.

Oberrot

Auch der Waldschrat bekommt ein neues Gesicht

Schon Ende Januar findet allerdings eine andere Wahl statt, die mit dem Schwäbischen Wald zu tun hat: die Wahl des Waldschrats. Dabei handelt es sich eigentlich um eine inoffizielle Gaudi-Figur, eine nicht ganz ernst gemeinte Reaktion auf die Schwäbische Waldfee. Allerdings ist der Waldschrat im Handumdrehen zu einer regionalen Berühmtheit geworden, was womöglich auch daran liegt, dass er keinen Verpflichtungen nachkommen muss. Die FVG legt Wert darauf, dass er nicht als offizieller Repräsentant wahrgenommen wird. Ansonsten aber gilt das Verhältnis von Schrat und Fee - wenn sie sich beispielsweise bei Terminen über den Weg laufen - als locker und entspannt.

Der Waldschrat wird von den Mitgliedern der Facebook-Gruppe „Rund um den Schwäbisch-Fränkischen Wald“ gewählt. Verkörperte Sven Vollbrecht 2018 und 2019 das Amt, stehen für 2020 statt ihm vier andere Kandidaten (Janus Mortis, Tom Müller, Gerald Markert und Mario Utz) zur Wahl - die in der Facebook-Gruppe noch bis Ende des Monats ordentlich Wahlkampf machen und sich den Fragen der anderen Gruppenmitglieder stellen.

Info


Alle weiteren Informationen und die Bewerbungsunterlagen zur Schwäbischen Waldfee gibt es in den Rathäusern der Schwäbischer-Wald-Kommunen oder online.