Wald Schwäbischer Wald als "Kulturlandschaft des Jahres" - Erfreuliche Zwischenbilanz

Erörtern das Projekt „Kulturlandschaft“ (von links): Dietrich Frey, Daniel Bullinger, Bernhard Drixler, Barbara Schunter und Prof. Dr. Manfred Krautter.
Erörtern das Projekt „Kulturlandschaft“ (von links): Dietrich Frey, Daniel Bullinger, Bernhard Drixler, Barbara Schunter und Prof. Dr. Manfred Krautter. © Foto: Karl-Heinz Rückert
Schwäbischer Wald / KARL-HEINZ RÜCKERT 12.05.2016
Der Schwäbische Wald hat vom Prädikat "Kulturlandschaft des Jahres 2015/2016" enorm profitiert. Nun geht es an den Endspurt.

Lange Zeit harrte der Schwäbische Wald in einem selbstgefälligen Dornröschenschlaf. Landkreise, Kommunen, Fremdenverkehrsgemeinschaft und die Institution des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald küssten das Waldgebiet schließlich durch offensive touristische und kulturelle Kampagnen wach. Nicht zu vergessen die vielen engagierten Mitarbeiter, die mit facettenreichen Aktionen der Landschaft zu ihrer Attraktivität verhalfen.

Einen ordentlichen Aufmerksamkeitsschub erhielt das Erholungsgebiet östlich der Ballungszentren im Neckartal durch die Auszeichnung des Schwäbischen Heimatbundes als „Kulturlandschaft des Jahres 2015/2016“. Zahlreiche Veranstaltungen werden dieses Projekt bis zur Abschlussveranstaltung am 14. Oktober in Gschwend begleiten. Dies verdeutlichten Geschäftsführerin Barbara Schunter von der Fremdenverkehrsgemeinschaft Schwäbischer Wald, Geschäftsführer Bernhard Drixler vom Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald, Dietrich Frey, Koordinator des Kulturlandschafts-Projekts, Oberrots Bürgermeister Daniel Bullinger als Vertreter der Kommunen und Naturparkführer Professor Dr. Manfred Krautter im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Murrhardt.

Große Resonanz auf das Projekt Museumstag

Zusammen mit den Kulturträgern der Museen im Schwäbischen Wald entstand die Idee, sich mit themenbezogenen Ausstellungen zum Internationalen Museumstag am 22. Mai zu beteiligen. Wie groß die Bereitschaft ist, den Tag mitzugestalten, belegt die Tatsache, dass 14 Museen in zehn Kommunen mitmachen. Dietrich Frey ist überzeugt, dass sich dank der Vernetzung dieser kulturellen Einrichtungen ein loser Verbund unter den Betreibern entwickelt, der über diesen Tag hinaus wirkt. Ein Museumsflyer mit Stempelkarte soll die Menschen neben der Kulturlandschaft zum Besuch der Museen auch außerhalb des proklamierten Museumstags motivieren.

Darin sieht Naturparkgeschäftsführer Drixler einen guten Weg in die Zukunft. Den verfolgt auch Professor Dr. Manfred Krautter. Den Naturparkführern sei daran gelegen, die Leute in das Erholungsgebiet „hereinzubringen“, um versteckte Schätze zu entdecken oder an vielschichtigen Aktionen teilzunehmen. Bürgermeister Daniel Bullinger ist überzeugt, dass sich viele Veranstaltungen aus der Kulturlandschaft auch nach diesem zeitlichen Rahmen verstetigen. Impulse wurden durch die Wanderausstellung „In der Kulturlandschaft unterwegs“ in örtlichen Besucherschwerpunkten im Landschaftsgebiet gesetzt. Über Verwaltungsgrenzen hinweg habe die Zusammenarbeit das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Nicht unterschätzen wollte Bullinger die Unterstützung durch Sponsoren.

Zusammenarbeit über Grenzen hinweg

Die Multiplikatorenwirkung der partnerschaftlichen Veranstaltungen unterstrich Barbara Schunter von der Fremdenverkehrsgemeinschaft. Der Landschaftsraum sei als gemeinsame Basis „würdig demonstriert“ worden, betonte sie. Das Gemeinschaftsgefühl werde bleiben: „Wir haben die Chance genutzt!“

Info Termine und Infos zu einzelnen Veranstaltungen sind im Kalender unter www.kulturlandschaft-des-jahres.de zu finden.
 

Überrascht von der großen Resonanz

Die Bilanz Zur „Kulturlandschaft des Jahres 2015/2016“ hatte der Schwäbische Heimatbund die Region des Schwäbischen Waldes gekürt. Sie war die vierte auserwählte Gebietskulisse mit einem geographisch-kulturellen Umfang, wie es ihn bisher noch nicht gegeben hat. Alle beteiligten Organisationen informierten jetzt in Murrhardt über unerwartet großes Besucherinteresse an den bisherigen Veranstaltungen. Beispiel: Die Mühlenweihnacht an der Heinlesmühle wurde mit bis zu 4000 Besuchern zur echten Weihnachtsüberraschung für die Veranstalter. Und: Der Kernerumzug von Welzheim nach Gaildorf, ein buntes Historienspekakel, stellte im August alle Erwartungen in den Schatten. kr