Gaildorf / Petra Natzkowski Die Grundschule Eutendorf-Ottendorf und die Peter-Härtling-Schule halten einen gemeinsamen Projekttag ab. Dabei kommen die neuen „Schatzkisten“ zum Einsatz.

Hoch konzentriert bauen Hamza und Benedikt gemeinsam einen Wehrturm aus Holzklötzen. Wenn alle Steine verbaut sind, sollen sie mutig sein und versuchen, Türen und Fenster in ihren Turm zu machen. Ob das mal gut geht? Die beiden scheinen sich nicht ganz so sicher zu sein. Während die Jungs noch fleißig Stein auf Stein setzen, versuchen im Klassenzimmer nebenan Aja, Fabian, Lina und Max mit vereinten Kräften, eine Steinbogenbrücke zu bauen. Obwohl sie sich genau an den Bauplan halten, stürzt ihre Brücke immer wieder ein. Aber so schnell geben die vier nicht auf. Zwei Türen weiter soll ein Stromkreis entstehen. Emma, Johann, Lukas und Nele wollen zwei Glühbirnen gleichzeitig zum Leuchten bringen. Nach einigem Überlegen ist es geschafft und die Birnchen leuchten.

So wie die zehn waren an diesem Vormittag alle Schüler der Grundschule Eutendorf-Ottendorf und der Peter-Härtling-Schule mit Eifer bei der Sache. Sie experimentierten mit Feuer und brennbaren Stoffen, bauten unterschiedliche Stromkreise, errichteten wackelige und standfeste Türme sowie unterschiedliche Brückentypen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Schule die Werkstattboxen von „Merlin Didakt“ für den Schulunterricht gekauft. Die unscheinbaren weißen Plastikbehälter erweisen sich beim Blick hinein als wahre Schatzkisten.

Beim Projekttag der Grundschule Eutendorf-Ottendorf und der Peter-Härtling-Schule standen Experimente im Fokus.

Viele Experimente möglich

Gut gefüllt mit Materialien und Anleitungen für 15 bis 20 Experimente für eine ganze Schulklasse eignen sie sich bestens für den unkomplizierten Einsatz. Nun kamen sie bei einem gemeinsamen Projekttag der beiden Schulen zum Einsatz.

Dazu wurden in Eutendorf vier Klassenzimmer plus die Schulküche zu Forschungslaboren umfunktioniert, jedes Zimmer einem der fünf Projekte – Feuer, Strom, Stoffe, Bauen sowie Brücken – zugeordnet und die einzelnen Stationen darin aufgebaut. Jede ausgestattet mit Bauanleitungen und Arbeitsaufträgen für die Nachwuchsforscher. Klassen- und schulmäßig bunt gemischt, durften die Schüler in Kleingruppen nach Lust und Laune bauen, experimentieren und forschen. Nach einer halben Stunde wurde der Raum gewechselt, sodass am Ende des Vormittages jedes Kind einmal alle Stationen durchlaufen hatte.

Das „Haus der kleinen Forscher“ nimmt Naturwissenschaft und Technik in den Blick. Großaltdorfer Kinder sind begeistert.

Aber nicht nur die Schüler waren mit Feuereifer bei der Sache. Auch die Lehrer hatten ihren Spaß – und das nicht nur an ihren hoch motivierten Schülern. Gern waren sie bereit, die Schüler bei einer besonders kniffligen Bauanleitung zu unterstützen oder herauszufinden, ob ein Projekt überhaupt nachzubauen war.

An den Stationen war auch Daniel Hohl, der Vertriebsleiter von „Merlin Didakt“. Die in Forchtenberg ansässige Firma wurde 2001 gegründet und ist ein internationales Beratungs- und Vertriebsunternehmen für alles, was mit Lernen, Lehren und kreativer Beschäftigung sowie sportlichen und therapeutischen Aktivitäten zu tun hat. Seine Werkstattboxen wurden gemeinsam mit Lehrkräften für den Einsatz im Unterricht entwickelt und mit umfangreichem Begleitmaterial versehen. Die Feuerwerkstatt ist darüber hinaus auch noch von der Berufsfeuerwehr München begutachtet und für sicher erklärt worden. Hohl ist während des Projekttages als Ansprechpartner für die Lehrer anwesend. Er gibt Tipps zum praktischen Einsatz der Boxen. Schließlich sollen sie nicht verstauben, sondern sooft wie möglich im Unterricht eingesetzt werden. Daniel Hohl hält aber auch in den Klassenzimmern die Stellung, damit die betreuenden Lehrer einmal einen Blick auf die anderen Stationen werfen können – und vielleicht das eine oder andere Experiment selbst ausprobieren.

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