Auf einer Obstbaumwiese bei Schorndorf wurde ein schwer kranker Feldhase gefunden und positiv auf die Hasenpest (Tularämie) getestet. Für Hasen und andere Nagetiere ist die Bakterieninfektion gefährlich. Die Tiere erkranken und verenden an dem Erreger. Menschen können sich vor allem durch den Kontakt mit toten Hasen infizieren, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Tularämie ruft unter anderem Fieber, Lymphknotenschwellung, Durchfall, Erbrechen oder Atemnot hervor. Die Krankheit kann beim Menschen jedoch mit Antibiotika behandelt werden.

In diesem Jahr wurden in Baden-Württemberg bisher 31 Fälle gemeldet. Es ist inzwischen davon auszugehen, dass der Erreger dauerhaft in Baden-Württemberg vorkommt, heißt es weiter. Zu beobachten ist eine saisonale Häufung der Fälle im späten Frühjahr und im Herbst.

Tot aufgefundene Tiere sollten beim Kreisjagdamt des Landratsamts Rems-Murr-Kreis unter Telefon 0 71 91 / 8 95 43 69 oder beim örtlichen Polizeirevier gemeldet werden. Bei Fragen zum Krankheitsverlauf oder zur etwaigen Übertragung der Tularämie empfiehlt das Veterinäramt, sich an den behandelnden Tierarzt zu wenden.