Renovierung Schlussakkord nach sieben Jahren Arbeit

Voll besetzt ist die St. Michaels-Kirche in Hausen an der Rot beim Gottesdienst zur Wiedereinweihung.
Voll besetzt ist die St. Michaels-Kirche in Hausen an der Rot beim Gottesdienst zur Wiedereinweihung. © Foto: Andreas Balko
Oberrot / Andreas Balko 13.03.2018

„Welch ein Festtag“, stimmt der Kirchenchor unter Leitung von Karsten Stocks bei der Wiedereinweihung der katholischen St. Michaels-Kirche in Hausen/Rot an. Und Pfarrer Tomy Thomas beginnt seine Ansprache mit den Worten: „Nun ist es geschafft!“ Die Erleichterung ist ihm dabei anzusehen. „Seit nahezu sieben Jahren arbeiten wir an der Kirche“, resümiert der engagierte Geistliche, der für die hiesige große Seelsorgeeinheit mit zahlreichen Kirchengebäuden zuständig ist. In drei Abschnitten mit einer Bausumme von rund einer Million Euro wurde die Hausener Dorfkirche renoviert. Nach der Sanierung des Turms und des Dachs bildet die Erneuerung des Innenraums den Abschluss. Zehn Monate hat sie in Anspruch genommen. Pater Tomy Thomas freut sich, dass in dieser Zeit alle Akteure hervorragend zusammenarbeiteten: Architekt Roland Schuhmann, die Handwerker und Fachplaner, viele ehrenamtliche Helfer, der Kirchengemeinderat und der Bauausschuss. Besonders viel Arbeit lastete auf Angelika Wöhrle als zweite Kirchengemeinderatsvorsitzende.

Beim Einweihungsgottesdienst drängen sich viele Besucher auf den Bänken. Sie zeigen sich begeistert von der Renovierung. Manches fällt freilich auf den ersten Blick nicht gleich auf. Die Bänke wurden neu aufgearbeitet, das Parkett unter den Bankreihen erneuert, die Sitzheizung sowie die ganze in die Jahre gekommene Elektrik und Steuerung ersetzt. Die Stufen zum Altarbereich sind neu geordnet und ein neuer Ambo wurde angeschafft. Was aber den Gottesdienstteilnehmern sofort ins Auge fällt: Der bislang dunkle Chorraum präsentiert sich nun geradezu lichtdurchflutet. Ermöglicht wurden der Fensterdurchbruch und die künstlerische Gestaltung nur durch eine großzügige Spende von Familie Christel und Hans Noller.

Für den Geistlichen Tomy Thomas wird eine Kirche durch die Gottesdienstbesucher beseelt. Und deshalb äußert er in seiner Predigt nur einen einzigen Wunsch: „Dass wir die Kirche mit Leben füllen!“ Und er fügt hinzu: „Strengen wir uns an, in Hausen eine lebendige Kirche zu sein.“

Nach einem fulminanten Schlussstück des Musikvereins Hausen unter Michael Helminger strömen die Gottesdienstbesucher in das Dorfgemeinschaftshaus, wo sie von fleißigen Helfern mit Kuchen erwartet werden. Auf diese Weise klingt der Einweihungsakt in guter Gemeinschaft aus.