Wer in diesen Tagen durch den Schlossgarten spaziert, dürfte bemerkt haben: Die Fontäne im historischen Brunnen sprudelt nicht mehr. Die Quelle, die den Brunnen im Schlossgarten speist, entspringt oberhalb des Rathauses an der Eutendorfer Straße. Allerdings ist die Quellschüttung wegen der sehr trockenen Wetterphasen im März und April zurzeit nur sehr schwach, schreibt die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Das gipshaltige Quellwasser wird nun direkt in den Teich im Schlosspark geleitet, um wenigstens dort noch einen Durchfluss mit frischem Wasser zu gewährleisten.

Der Einzugsbereich der Quelle in Richtung „Ob der Steige“ wurde durch die neuen Wohngebiete in den vergangenen Jahrzehnten stark versiegelt, was die Quellschüttung zusätzlich schwächt.
Mit dieser Situation will sich Bürgermeister Frank Zimmermann nicht zufrieden geben. „Der historische Brunnen in unserem Schlosspark ist nicht nur an heißen Tagen ein beliebter Treffpunkt für Alt und Jung, sondern auch ein städtebaulicher Hingucker in unserer Stadt und das Herzstück unseres Gartens vor dem Neuen Schloss. Und damit dies auch so bleibt, wollen wir den Brunnen nun optisch, wie auch technisch auf Vordermann bringen.“

Landkreis Schwäbisch Hall

Das Konzept ist schon fertig

Mitarbeiter des Verbandsbauamts und des Wasserwerks haben dem Bürgermeister zwischenzeitlich ein Sanierungskonzept vorgelegt, das Zimmermann schnellstmöglich umsetzen möchte. „Ein geschlossenes Wasserkreislaufsystem gewährleistet einen deutlich geringeren laufenden Unterhaltungsaufwand und eine elektrische Pumpe sorgt für eine repräsentative Wasserfontäne, die unseren Schlossgarten auch wieder zu einem solchen macht“, fasst Zimmermann die Pläne zusammen. Dabei sollen auch der Umgang um den Brunnen und die Wegeanbindungen von Stolperfallen befreit und in einen optisch ansprechenden Zustand versetzt werden.

Auch die Sicherheit der Menschen stehe für den Bürgermeister an oberster Stelle: „Wenn ein Kind in den Brunnen hineinfallen sollte, muss gewährleistet sein, dass es darin künftig nicht mehr ertrinken kann.“ Damit das Projekt starten kann, müssen die politischen Gremien der Stadt noch grünes Licht geben. Dafür will Zimmermann werben: „Gaildorf soll Tag für Tag ein Stück schöner, liebens- und lebenswerter werden, und unser Schlosspark sowie unser Schlossgarten mit seinem historischen Brunnen sollen beispielhaft für eine auch in schwierigen Zeiten weiter positive Entwicklung unserer Stadt sein.“

Aspach/Gaildorf