Mit dem 4. Mai soll sich in Baden-Württemberg der Schulbetrieb nach der Corona-Pause ein Stück weit normalisieren. Wie Kultusministerin Susanne Eisenmann mitteilt, „beginnt der stufenweise Einstieg in den Präsenzunterricht mit Schülern aller allgemein bildenden Schulen, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen“. Am Schenk-von-Limpurg-Gymnasium in Gaildorf starten am Montag die Schüler der Kursstufe zwei. Schwerpunkt der vierstündigen Kurse ist die Prüfungsvorbereitung. „Der Präsenzunterricht in den übrigen Fächern soll nach den Pfingstferien aufgenommen werden“, so Schulleiterin Angela Rücker. In der Kursstufe eins beginnt der Unterricht in allen Leistungsfächern sowie in den Basisfächern Deutsch und Mathematik. Die Schüler werden von ihren Lehrern informiert, ab wann wieder Klausuren geschrieben werden.

Schüler sollen individuell zur Schule kommen

Wahrscheinlich, so die Leiterin des Schenk-von-Limpurg-
Gymnasiums, werden nicht alle Lehrer den Präsenzunterricht aus gesundheitlichen Gründen direkt in den Klassenräumen erteilen können. Man arbeite derzeit „an geeigneten Lösungen, wie dieser Unterricht online oder per Telefon- oder Videokonferenz“ dennoch erteilt werden kann. Selbstverständlich, so Angela Rücker, „werden wir in der Schule alle Maßnahmen ergreifen, dass wir die Hygienevorschriften einhalten und niemand gefährdet wird“.

Was den Weg zur Schule betrifft, rät die Leiterin des Gymnasiums, sich an die Empfehlung des Landes Baden-Württemberg zu halten. Das heißt, wo immer möglich, sollen die Schüler individuell zur Schule kommen – zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Über die Teilnahme von erkrankten oder gesundheitlich vorbelasteten Schülern am Unterricht sollen die Erziehungsberechtigen entscheiden. Zu den „Risikogruppen“ zählt das Land Kinder und Jugendliche mit Erkrankungen des Herz-Kreis­lauf-Systems, chronischen Erkrankungen der Lunge oder der Leber, Diabetes mellitus, Krebs und Erkrankungen des Immunsystems. Eltern sollten gegebenenfalls einen Arzt zu Rate ziehen. Eine Attestpflicht gebe es aber nicht. Die Schüler, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können, würden weiterhin mit Aufgaben versorgt werden.

Doch nicht nur Schüler können von gesundheitlichen Einschränkungen betroffen sein. Auch Lehrkräfte können einer Risikogruppe angehören. Wie die Schulleitung mitteilt, betrifft dies am Gaildorfer Gymnasium in der Kursstufe zwei zwei Deutschkurse und Sport. In der Kursstufe eins sei das Fach Physik betroffen. Diese Kurse würden als Fernunterricht weitergeführt.

Je Kurs ein Zimmer

Was die Hygiene betrifft, stünde bis zu den Pfingstferien jedem Kurs ein eigener Raum zur Verfügung. Dieser werde nicht von anderen Kursen genutzt. Die Räume und Tische sowie alle Griffe würden täglich gereinigt. Zudem stünden „in allen Räumen und auf den Toiletten Flüssigseife und Einmalhandtücher“ zur Verfügung. Zudem werde im Bereich des Haupteingangs ein Spender mit Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt.

Innerhalb des Schulgebäudes werde es Verkehrsregeln geben. Das soll den Effekt haben, dass „möglichst wenig Kontakt- und Ballungszentren“ entstehen. Die Treppen werden so als „Einbahnstraßen“ festgelegt. Der Wechsel vom Neubau in den Altbau soll beispielsweise dann nicht über den Zwischenbau erfolgen. Die Schüler seien angehalten, den Notausgang im Untergeschoss des Neubaus und den Weg um das Gebäude herum von und zum Haupteingang des Gymnasiums zu nutzen.