Vereine Schäfchen und Schneemänner

Gschwend / Rainer Kollmer 23.01.2018

Im Foyer standen die jüngsten Sportfreunde beim Schminken Schlange, während Oma und Opa prüfend die üppige Kuchentheke in Augenschein nahmen. Der Nachmittag für Alt und Jung stand im Zeichen der Familie. Die Verantwortlichen unter Führung von Diana Weiser hatten sich dazu entschlossen, auf einen Abklatsch der Veranstaltung vom Vorabend zu verzichten. Es sollte ein Familienprogramm mit Beiträgen der Kinder- und Jugendabteilungen geben. Das war eine Entscheidung mit Augenmaß.

Das Programm folgte dem aufsteigenden Altersprinzip. Beim Eltern-Kind-Turnen wurde von den Kleinsten sportliches Klettern präsentiert. Die Eltern übernahmen die Rolle des umsichtigen Bergführers. Das Vorschulturnen unter Leitung von Alicia Laier baute auf choreografischen Leistungen auf. Der Song vom „kleinen Schneemann“ oder „Alle Schäfchen machen Böckchen“ verlangte von der einfallsreich kostümierten Truppe schon recht viel Disziplin. Bei Jiu-Jitsu-Vorführungen auf der Basis von eingespielten Filmausschnitten von Bud Spencer oder Jackie Chan kamen dann auch die älteren Jungen zum Zug.

Auch das attraktive und aktive Turnen der Grundschülerinnen machte deutlich, dass der Verein offensichtlich keine Nachwuchsprobleme hat. „Ich schaue mit Zuversicht in die Zukunft“, äußerte sich Diana Weiser bei ihrem kurzen Jahresrückblick optimistisch. Etliche Höhepunkte sportlicher Leistungen hatte es im vergangenen Jahr gegeben. Den Beweis für den Leistungswillen traten die einzelnen Abteilungen mit ihren Programmbeiträgen an. Beim Badminton, angeführt von Svenja Frey, bei den Fußballern unter Thorsten Schöll oder bei den Turnzwergen von Sybille Hoffmann war den Kindern und Jugendlichen die Freude am sportlichen Tun anzumerken. Das Publikum in der voll besetzten Halle ging begeistert mit und spendete dem Nachwuchs ermutigenden Beifall.

Der Mann im Hintergrund

Die TSF-Vorsitzende Diana Weiser war des Lobes voll. Im Rahmen des Familiennachmittags ehrte sie Erwin Wahl für seine Mitgliedschaft im Verein. Der frühere Fußballer ist dem Sport seit fast 50 Jahren treu geblieben. Im Ruhestand schaut er sowohl im Vereinsheim der Turn- und Sportfreunde und beim Skilift regelmäßig nach dem Rechten. Der Mann im Hintergrund ist davon überzeugt, dass es von seiner Sorte nicht genug Nachahmer geben kann.

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