Sakellariou: "Mehr Potenziale als Probleme"

RIF 10.07.2014

Nikolaos "Nik" Sakellariou spricht frei. Sein Manuskript habe er in Stuttgart liegen lassen, bedauert der 52-jährige Anwalt und Landtagsabgeordnete der SPD. Ein bisschen geübt haben wird er aber schon, denn sein Vortrag ist klar strukturiert, der rote Faden stets erkennbar.

Die Gaildorfer bewege nicht, was er erwartet habe, sagt Sakellariou. Am häufigsten werde er gefragt, warum er als Haller ausgerechnet in Gaildorf kandidiere und warum er die Landes- gegen die Kommunalpolitik tauschen wolle. Den "Haller" mag der Vater von fünf Töchtern aber nicht gelten lassen. Er habe in vielen Städten gewohnt und nach Hall sei er mit seiner Familie gezogen, weil dort keine Kindergartengebühren erhoben wurden.

Die Frage, was ihn ausgerechnet an Gaildorf reize, kann Sakellariou hingegen nicht nachvollziehen. Er habe den Eindruck, dass vielen Gaildorfern nicht bewusst sei, welche Qualitäten ihre Stadt habe. Wenn man wie er noch etwas gestalten wolle, biete Gaildorf beste Voraussetzungen. Für mehr, sagt Sakellariou mit Verweis auf sein Alter, reiche das "Zeitfenster" nicht aus. "Ich will diese 16 Jahre machen."

Er sehe in Gaildorf mehr Potenziale als Probleme, betont Sakellariou, und das größte Potenzial sei die Bürgerschaft - den Masterplan nennt er "klug" und "einmalig". Eines der größten Probleme hingegen sei der Verkehr: "Wer drei Mal vor einer roten Ampel steht, wird abgeschreckt."

Sakellariou ist sich sicher, dass er vieles bewegen kann - nicht zuletzt durch Kontakte und Beziehungen. Sein Landtagsmandat gilt noch bis 2016. Diese Zeit, verspricht er, werde er im Falle seiner Wahl für Gaildorf zu nützen wissen.