Serie Kriminalstatistik im Limpurger Land

Fahrraddiebe sind rar in Gschwend: Lediglich ein geklautes Fahrrad ist in der Kriminalstatistik 2017 verzeichnet. Der Fall konnte nicht aufgeklärt werden.
Fahrraddiebe sind rar in Gschwend: Lediglich ein geklautes Fahrrad ist in der Kriminalstatistik 2017 verzeichnet. Der Fall konnte nicht aufgeklärt werden. © Foto: Foto (gestellt): epd
Gschwend / Richard Färber 24.08.2018
Die Kriminalstatistik der Gemeinden im Limpurger Land (Teil 2): Auch in der Gemeinde Gschwend wurden im Jahr 2017 deutlich weniger Straftaten registriert.

Kriminaltechnisch gesehen war 2017 für Gschwend ein ruhiges Jahr. In der Ostalbgemeinde wurden deutlich weniger Straftaten begangen als im Jahr davor. Das geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik für die Gemeinden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums in Aalen hervor. Erfasst wurden 113 Delikte, 20 weniger als im Vorjahr. Der Bearbeitungsanteil der Kripo liegt bei 16,8 Fällen.

Aufklärungsquote 61,9 Prozent

Aufgeklärt wurden 70 Fälle, das entspricht einer Quote von 61,9 Prozent. Die Zahl mag niedrig erscheinen, ist für sich aber auch nicht aussagekräftig. Sie schwankt zwischen 100 Prozent bei den Rauschgiftdelikten und 19,4 Prozent bei den Diebstählen.

Die Häufigkeitszahl, mit der die Kriminalitätsbelastung ausgedrückt wird, liegt für Gschwend bei 2289. Die Häufigkeitszahl wird ermittelt, indem die Zahl der registrierten Straftaten auf 100.000 Einwohner hochgerechnet wird. In Baden-Württemberg liegt sie für das Jahr 2017 bei 5295. Die Gschwender Häufigkeitszahl war seit 2013 – so weit reicht die vorliegende Statistik zurück – nicht mehr so niedrig.

Angestiegen sind die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Sieben Fälle werden gemeldet, im Vorjahr war es noch einer. Da keine Vergewaltigung und auch kein Fall von sexuellem Missbrauch verzeichnet ist, könnte sich hier die im November 2016 in Kraft getretene „Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung“ niedergeschlagen haben. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums hat diese Änderung des Strafgesetzbuches zu einem deutlichen Anstieg geführt.

Bei den „Rohheitsdelikten“ ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Die Statistik weist 21 Fälle auf, in der Regel handelt es sich um Körperverletzungsdelikte. Im Vorjahr waren es 27 Fälle.

59 Tatverdächtige

Die Diebstahlsdelikte, zu denen auch drei Wohnungseinbrüche zählen, summieren sich auf 31 Fälle, vier weniger als im Vorjahr. Hinzu kommen elf Betrugsfälle und elf Rauschgiftdelikte. Das sind wiederum deutlich mehr als im Vorjahr, möglicherweise sind aber auch hier die Ermittlungen gegen eine Dealergruppe aus dem Limpurger Land ursächlich.

Natürlich steht nicht jedes Delikt für jeweils einen Täter. Die Gschwender Statistik führt für die 113 Delikte insgesamt 59 Tatverdächtige an. 22 davon sind Kinder, Jugendliche und Heranwachsende bis 21 Jahre. Acht der Tatverdächtigen waren „Nichtdeutsche“, denen unter anderem Verstöße gegen das Asylgesetz vorgeworfen werden. Im Vorjahr waren es noch 19.

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