DLRG Rettungsschwimmer bereiten sich auf die Saison vor

Gschwend / SWP 25.04.2013
Die Ortsgruppe Gschwend der DLRG hat in Anbetracht der im Mai beginnenden Sommerwachsaison umfangreiche Ausbildungsarbeit geleistet.

Am 18. Februar wurde unter Leitung des technischen Leiters Uwe Behnert unter Mitarbeit der Gschwender Lehrscheininhaber bei der DLRG Gschwend mit der Rettungsschwimmausbildung der Stufen Bronze, Silber und Gold begonnen. Rettungsschwimmen verlangt von den Teilnehmern gutes Schwimmen in Brust- und Kraulstil sowie Rückenschwimmen mit Schwunggrätsche. Diese rettungsspezifische Schwimmtechnik wird für das Abschleppen von bewusstlosen Personen benötigt, bevor dann verschiedene Bergungstechniken ans Ufer oder an den Beckenrand geübt und ausgeführt werden.

Techniken zum Tief- und Streckentauchen sowie Sprungtechniken ins Wasser und die Erstversorgung von verunfallten Personen bilden die weiteren Kernpunkte des Rettungsschwimmens. Die Erste-Hilfe-Ausbildung wurde ab dem 2. März an mehreren Terminen unter Leitung von EH-Ausbilder Winfried Hofmann gelehrt. Die Teilnehmer wurden in den erforderlichen Theorie- und Praxisteilen von lebensrettenden Sofortmaßnahmen und Erster Hilfe sowie in der Anwendung des AED, kurz für "Automatischer externer Defibrillator" geschult.

Neues Übungsgerät und realistische Unfalldarstellungen mittels Schminke und Kunstblut sorgten für Abwechslung während der praktischen Übungen. Mit einer theoretischen Prüfung schloss der Rettungsschwimmkurs ab. Die Teilnehmer erwarben innerhalb dieses Ausbildungsblockes sechs Zertifikate für lebensrettende Sofortmaßnahmen, 19 für Erste Hilfe und zehn Rezertifizierungen für AED-Anwender. Zudem wurden neun Rettungsschwimmabzeichen in Bronze, sechs in Silber und acht in Gold verliehen.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Seit 100 Jahren Im Oktober 1913 wurde die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gegründet angesichts von jährlich 5000 bis 7000 Ertrinkungstoten in Deutschland. Neben der Anfängerschwimmausbildung als effizienteste Präventivmaßnahme gegen den Ertrinkungstod ist die Ausbildung von Rettungsschwimmern der größte Schwerpunkt dieser ehrenamtlichen, freiwilligen und humanitären Arbeit.

DLRG aktuell An den primären Aufgaben der DLRG hat sich nur wenig geändert. Positiv zu vermerken ist, dass sich die Anzahl der Ertrinkungstoten auf durchschnittlich 400 bis 600 Personen aller Altersgruppen in Deutschland deutlich reduziert hat, dennoch ist jeder dieser Verunglückten ein Toter zu viel.