Rekordvolumen für neue Investitionen

BERTHOLD DRABEK 17.12.2013
Der Abtsgmünder Gemeinderat hat grünes Licht für den Haushalt 2014 gegeben. Er umfasst gegenüber den Vorjahren eine nochmals deutliche Steigerung auf nunmehr knapp 36,2 Millionen Euro.

Abtsgmünd - Der neue Kommunalhaushalt von Abtsgmünd gliedert sich in rund 25,6 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und rund 10,6 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. "Dies bedeutet ein Rekordvolumen im investiven Bereich in der Geschichte der Gemeinde Abtsgmünd", hob Bürgermeister Armin Kiemel hervor. Das Gemeindeoberhaupt nannte als große Investitionsvorhaben den Ausbau des St. Jakobus Gymnasiums zum Ganztagesgymnasium auf der Grundlage des Marchtaler Planes. "Wir werden noch eine Weile an dieser Rekordinvestition von rund 16 Millionen Euro zu tragen haben", sagte er. Er zeigte auf, dass die Nachfrage nach Schulplätzen am Gymnasium weit über die Gemeindegrenzen hinaus reiche. Mit dem Endausbau würden rund 1400 Schüler die Schulen der Gesamtgemeinde besuchen. Um zukunftsfähig zu bleiben, wolle man im kommenden Jahr auch die Schulküche für 160 000 Euro erneuern. Darüber hinaus sei beschlossen worden, auch die Friedrich-von-Keller-Schule zu einer Ganztagesschule auszubauen. Als weitere große Investition bezeichnete Kiemel die interkommunale Abwasserbeseitigung von Abtsgmünd und Adelmannsfelden. Mehr als zwölf Millionen Euro würden investiert, um diese in den nächsten Jahrzehnten für die Umwelt umsetzen zu können.

Der Bürgermeister erinnerte auch an die aktuellen Projekte wie die Sanierung der Vorstadtstraße, die Erschließung des Baugebiets "Hirtenäcker II" mit 34 Bauplätzen und den ersten Spatenstich für das Baugebiet "Ziegeläcker II" in Hohenstadt mit 19 Bauplätzen. Die große Nachfrage nach Bauplätzen zeige, wie interessant und beliebt Wohnen vor allem für junge Familien in Abtsgmünd ist, resümierte der Bürgermeister.

Gemeindekämmerer Tobias Maier stellte das umfangreiche Investitionsprogramm im Detail vor. Als größte Steuereinnahme nannte er die Gewerbesteuer mit rund 12,8 Millionen Euro, gefolgte vom Gemeindeanteil der Einkommenssteuer mit 3,5 Millionen Euro und der Grundsteuer A und B mit 876 000 Euro. Maier bedauerte die Abführungen an Bund, Land und Kreis. Er bezifferte sie auf rund 11,03 Millionen Euro, was rund 60,2 Prozent ausmache. Maier streifte auch den Vermögenshaushalt. Er beinhalte auf der Einnahmenseite eine Zuführungsrate von 1,6 Millionen Euro und eine geplante Rücklagen-entnahme von zwei Millionen Euro. Abzüglich der geplanten Tilgungsleistung von 340 000 Euro sei mit einer Nettoneuverschuldung von 560 000 Euro zu rechnen. Den Schuldenstand bezifferte er auf 11,35 Millionen Euro zum Jahresende 2014.