Murrhardt Museum: Raum für besondere Erinnerungen

Blick in die künftige Abteilung für neuere Stadtgeschichte.
Blick in die künftige Abteilung für neuere Stadtgeschichte. © Foto: eke
Murrhardt / Elisabeth Klaper 17.05.2018
Die Abteilung für neuere Stadtgeschichte im Carl-Schweizer-Museum wird an Ostern 2019 eröffnet.

Derzeit läuft die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung des Carl-Schweizer-Museums, einer der bedeutendsten touristischen Einrichtungen im Schwäbischen Wald. Nun sei quasi Richtfest. „Das Projekt liegt zeitlich und finanziell gut im Plan“, berichtet Museumsleiter Christian Schweizer.

Im Rohbau fertiggestellt ist der Raum, der die neue Abteilung für neuere Stadtgeschichte beherbergen wird. Dort soll eine Vielzahl historisch bedeutender Exponate und besonderer Erinnerungsstücke verschiedenster Art aus dem Zeitraum von 1550 bis 1950 präsentiert werden, kündigte Schweizer an. Kunstwerke des Bildhauers Willy Zügel, Mobiliar aus Murrhardter Teilorten, ein alter holzgeschnitzter Wegweiser zu den Hörschbach-Wasserfällen von Bildhauer Ferdinand Konzelmann, aufwendig restaurierte Teile der Emporenbrüstung der Stadtkirche und vieles mehr. Demnächst sollen die Vitrinen aufgestellt werden. Der Zugang vom Foyer zur neuen Garderobe, zu den Schließfächern sowie in die neue Abteilung erfolgt durch die alte Türe des Gasthofs „Sonne-Post“ von 1860, eine Leihgabe der Stadt Murrhardt.

Zu und von der naturkundlichen Abteilung hat man einen neuen Durchgang geschaffen und dazu die Tür eines Backnanger Bürgerhauses aus der Zeit um 1910 eingebaut, die von farbig gefassten Säulen aus der Stadtkirche flankiert wird. Den Durchgang von der neuen Abteilung in den Multimedia-Raum schmückt der 1861 geschaffene Sandstein-Türsturz vom Elternhaus des Kunstmalers Professor Heinrich von Zügel in der Gartenstraße. Hinzu kommen in Kürze als Rahmen zwei kunstvoll geschnitzte und restaurierte Holzbalken von Stadthäusern aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Die naturkundliche Abteilung erstrahlt in hellerem, freundlicherem Licht, dank LED-Beleuchtung und Tageslichtbänder. Doch gebe es noch viel zu tun und es stehe eine große Herausforderung bevor: die Sanierung des Daches, vor allem des runden Turms, verdeutlichte Christian Schweizer. Dieser sei eine Erinnerung an die alte Freie Reichsstadt Schwäbisch Hall, aus der die Familie des Museumsgründers Carl Schweizer vor 100 Jahren in die Walterichsstadt kam. Alle Arbeiten, von der Planung bis zur Ausstattung, erfolgten durch Handwerksbetriebe aus Murrhardt und Umgebung.

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