Abtsgmünd / Wolfgang Fath  Uhr

Um die angegriffenen Stimmbänder von Gesamtkommandant Holger Schmid zu schonen, eröffnete sein Stellvertreter Heiko Bernthaler die Jahreshauptversammlung in der Untergröninger Turn- und Festhalle. Danach gab Gesamtkommandant Holger Schmid einen detaillierten Jahresrückblick. Das Einsatzspektrum habe sich weiter ausgeweitet, sagte er. Die Zahl der Einsätze ist von 76 im Jahr 2016 auf 81 im vergangenen Jahr angestiegen. Davon entfielen allein 53 Einsätze auf die Abtsgmünder Abteilungswehr; zehn Einsätze seien aus Hohenstadt, sieben aus Pommertsweiler und elf aus Untergröningen zu vermelden. Dabei habe es erneut keine Dienstunfälle gegeben, hob er hervor.

Allerdings würden die zunehmenden Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang die Einsatzkräfte sehr belasten, sagte er. Erschreckend sei im vergangenen Jahr vor allem die Zahl verstorbener Personen gewesen, die bei Türöffnungseinsätzen aufgefunden worden seien. Gerade diese Einsätze würden die Feuerwehrkameraden stark psychisch belasten.

Eine Herausforderung, die man jedoch gerne annehme, sei eine zukunftsorientierte Jugendarbeit, versicherte der Kommandant. Ein erster Schritt dazu sei die Brandschutzerziehung in den Kindergärten und Schulen.

Im Hinblick auf die vorhandene Ausrüstung verdeutlichte der Gesamtkommandant, dass ein weiterer Stillstand nicht mehr hingenommen werden könne. Er machte auch deutlich, dass die Einwände der Fachbehörden wegen der Hochwasserlage des zukünftigen Rettungszentrums überzogen seien. Diese würden den Bau unnötig verzögern.

Der stellvertretende Gesamtkommandant Heiko Bernthaler informierte die Anwesenden über das umfassende Aus- und Weiterbildungsprogramm im Vorjahr sowie die geplanten Vorhaben. Über die Aktivitäten der vier Jugendgruppen in Abtsgmünd, Hohenstadt, Pommertsweiler und Untergröningen mit insgesamt 45 Jugendlichen, darunter neun Mädchen, informierte Jugendwart Florian Dolderer aus Untergröningen.

Gemeindekämmerer Tobias Maier legte den Kassenbericht vor. 2017 seien rund 132 000 Euro in die Gesamtfeuerwehr investiert worden. 2018 plane die Gemeinde mit rund 257 000 Euro ordentlichen Aufwendungen, sagte er. Dazu stehen im Investitionsprogramm rund 50 000 Euro für die Beschaffung eines MTW (Mannschaftstransportwagen) sowie eine Finanzierungsrate für einen GW-Logistik (Gerätewagen) mit 80 000 Euro bereit. Der Neubau des Rettungszentrums ist mit einem Anteil von 2 Millionen Euro in den Haushalt 2018 eingestellt.

Grußworte sprachen Ortsvorsteher Thomas Bacher aus Untergröningen, der auch die Entlastung vornahm, sowie Bürgermeister Armin Kiemel. Er versicherte, dass das Jahrhundertprojekt Rettungszentrum kurz vor dem Startschuss stehe. Er bat die Feuerwehrkameraden zu überlegen, inwieweit sie sich in das Projekt selbst einbringen könnten. Der Bürgermeister bedauerte, dass das 4,8 Millionen teure Rettungszentrum keine Mittel aus dem Ausgleichsstock des Landes abbekommen habe.

Altersdurchschnitt beträgt 36 Jahre

Bestätigt Derzeit hat die Feuerwehr in Abtsgmünd und Teilorten 198 Mitglieder, davon 134 Mitglieder in den Einsatzabteilungen. Der Altersdurchschnitt beträgt 36 Jahre. Daneben gibt es noch die Altersabteilung sowie vier Jugendabteilungen mit derzeit 45 Jugendlichen. Gesamtkommandant Holger Schmid und sein Stellvertreter Heiko Bernthaler wurden mit deutlicher Mehrheit im Amt bestätigt.

Befördert Für 25-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr sind Michael Horlacher und Rainer Berger von der Abteilung Hohenstadt sowie Rolf Hähnle von der Abteilung Untergröningen mit dem silbernen Ehrenzeichen ausgezeichnet worden, Thomas Sauter
aus Abtsgmünd wurde zum Löschmeister und Oliver Schön sowie Nicolai Drescher aus Untergröningen zum Oberlöschmeister befördert.
Eine Abteilung aus Hohenstadt hat erfolgreich die Prüfungen für das bronzene Leistungsabzeichen absolviert. fa