Ottendorf / Klaus Rieder  Uhr
Die Stadt will auf Kirchengrund bauen. Die Kirchengemeinde hat aber andere Pläne mit der Fläche.

Da die Treppe sanierungsbedürftig ist, soll der Zugang von der Spöcker Straße zur Ottendorfer Kirche künftig über eine Rampe erfolgen. Damit die Steigung sechs Prozent nicht übersteigt, muss die Rampe 48 Meter lang werden. Um das zu erreichen geht es erst in einem Bogen nach rechts und dann in einer langen Kurve nach links, um schließlich über einen erneuten Rechtsschwenk direkt auf das Gebäude zuzusteuern. Diese Planungen stellte die Stadtverwaltung bei der Bezirksbeiratssitzung in Ottendorf vor.

Der Verkauf des Ottendorfer Rathauses war erneut Thema im Bezirksbeirat.

Doch so sehr man einen barrierefreien Zugang zur Kirche – und damit zum unteren Teil des Friedhofes – auch begrüßt, die Rampe durchschneidet einen Bereich, für den die Kirchengemeinde schon andere Planungen hat: Dort soll ein Platz entstehen, der beispielsweise nach dem Gottesdienst zum Gespräch und Verweilen einladen soll. Und damit dieses als „Ständerling“ bezeichnete gemütliche Beisammensein vor praller Sonne oder leichtem Regen geschützt ist, plant die Kirchengemeinde in diesem Bereich – der durch die Rampe durchschnitten werden würde – eine Zeltüberdachung. Diese Planungen sind schon weit fortgeschritten. Im Bezirksbeirat war man sich einig, dass die Stadtverwaltung zunächst das Gespräch mit der Kirchengemeinde suchen sollte, zumal die für die Rampe benötigten Flächen nicht der Stadt, sondern der Kirche gehören.

Auch die steile Treppe auf dem Friedhof soll durch eine flachere Ausführung oder eine Rampe ersetzt werden. Dies gestaltet sich durch den Höhenunterschied wie auch durch die Anordnung der Gräber als schwierig. Bezirksbeirat und Stadtverwaltung waren sich einig, dass es keine ideale Lösung geben wird. Vor der weiteren Planung sollen nun die Örtlichkeiten nochmal besichtigt werden.

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