Gaildorf Ottendorf erhält Urnenstelen

Verbandsbaumeister Manfred Sonner erläuterte den Bezirksbeiräten den Stand der Planungen zu den Urnenstelen.
Verbandsbaumeister Manfred Sonner erläuterte den Bezirksbeiräten den Stand der Planungen zu den Urnenstelen. © Foto: Klaus Rieder
Gaildorf / Klaus Rieder 11.10.2018
Der Trend ist deutlich: Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Urnenbestattung.

Und weil auch ein Urnengrab gepflegt werden will, wünschen sich immer mehr Hinterbliebene eine Urnenstele als letzte Ruhestätte für ihre Angehörigen. „Es ist die wohl am meisten nachgefragte Bestattungsform“, so Gaildorfs Bürgermeister Frank Zimmermann. Die Stadt Gaildorf reagiert darauf und will diese Form des Begräbnisses – wie schon auf anderen Friedhöfen – künftig auch in Ottendorf als letzte Ruhestätte anbieten.

Bei einem Ortstermin auf dem Ottendorfer Friedhof machte sich der Bezirksbeirat ein Bild. Der von Verbandsbaumeister Manfred Sonner mitgebrachte Vorschlag, sich bei den Stelen an den schon in Gaildorf aufgestellten Säulen aus Alu-Druckguss zu orientieren, kam bei den Räten gut an. Eine Stele ist von allen vier Seiten zugänglich und besitzt 16 Fächer, die jeweils mit einer Granitplatte abgedeckt sind. In so ein Fach passen bis zu drei Urnen, sodass auch Familiengräber möglich sind. Die Platten können jeweils mit den Daten des Verstorbenen versehen werden.

Als Standort für die Stelen wurde der obere Bereich des Ottendorfer Friedhofes ausgewählt, in räumlicher Nähe zu den bestehenden Urnengrabstellen. „Die Erfahrung bei anderen Friedhöfen zeigt, Urnenstelen füllen sich sehr schnell. So ist mindestens eine zweite Stele notwendig“, erläuterte Sonner.

Fundamente für vier Stelen

Darüber waren sich die Stadtverwaltung und die Bezirksbeiräte schnell einig:  Zwei Stelen sollen sofort errichtet werden, für zwei weitere nur die Fundamente. „Dann können bei Bedarf die weiteren Stelen einfach aufgestellt werden“, beschrieb Sonner die Überlegungen.

Die Farbgebung und Art des Pflasters an den Stelen soll sich an den auf dem Gaildorfer Friedhof verwendeten Steinen orientieren. Die Fläche soll, wenn überhaupt, nur eine geringe Steigung aufweisen. Dazu wird die jetzige Grünfläche abgegraben und eingeebnet. An der mit einer Hecke eingefassten Grundstücksgrenze entsteht dann eine Böschung. Ob es mit dem angestrebten Baubeginn in diesem Jahr noch klappt, ist indes noch nicht sicher. Die finanziellen Mittel sind im Haushalt eingeplant, „es ist hingegen eine Frage der Kapazitäten bei den Baufirmen. Besonders beim Tiefbau ist es derzeit sehr kritisch“, schränkte Sonner vorsorglich ein.

Bei der Fortsetzung der Bezirksbeiratssitzung im Bürgersaal der Ottendorfer Gemeindehalle standen die mittelfristige Finanzplanung und die Vorberatungen zum Haushalt 2019 der Stadt im Mittelpunkt. Neben dem ab dem Jahr 2020 geplanten Ausbau des, Kindergartens und den „substanzerhaltenden Maßnahmen“ am Rathaus in Höhe von 45.000 Euro sticht dabei – aus Ottendorfer Sicht – der Beginn der Gesamtsanierung der Gemeindehalle heraus. 160.000 Euro sind dafür im kommenden Jahr vorgesehen.

Erster Schritt

„Das reicht für eine Gesamtsanierung natürlich nicht“, so Bürgermeister Zimmermann. „Dies ist aber das Ziel“, versicherte er. „Und wir wollen im kommenden Jahr in einem ersten Schritt mit den sanitären Anlagen beginnen. Diese sind nicht mehr zeitgemäß“, umschrieb er den Zustand der Besuchertoiletten noch sehr zurückhaltend. Die genauen Kosten seien noch nicht ganz klar. „Die Berechnungen laufen noch“, meinte Zimmermann. Sollte ein finanzieller Spielraum bestehen, könnte auch der Umkleidebereich gleich mit einbezogen werden.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel