Voraussichtlich am 14. Mai werden ausgewählte Eichenwälder im Ostalbkreis mit einem Pflanzen­schutzmittel vom Hubschrauber aus besprüht. Der genaue Behandlungstag kann sich wetterabhängig noch verschieben und wird kurzfristig bekannt gegeben. Die Behandlungsgebiete liegen in Aalen, Abtsgmünd, Neuler, Kirchheim, Tannhausen und Unterschneidheim. Karten können unter auf der Webseite des Ostalbkreises und bei den betroffenen Gemeinden eingesehen werden.

Das Pflanzen­schutzmittel besitzt keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen, sagt die Behörde. Dennoch werden die Flächen am Tag der Befliegung aus Sicherheitsgründen ganztägig gesperrt. Ausgeschilderte Sperrungen und Hinweisschilder sind zu beachten. Es kommt außerdem zu kurzfristigen, wenige Minuten andauernden, Straßensperrungen.

Die untere Forstbehörde beim Landratsamt Ostalbkreis übernimmt im Auftrag der betroffenen Waldbesitzer die Vorbereitung und Einsatzleitung der Aktion und sorgt für einen ordnungsgemäßen Verlauf und die Einhaltung der umfangreichen Vorschriften.

Population ist gewachsen

In den vergangenen Jahren sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners in den Eichenwäldern des Ostalbkreises massiv in Erscheinung getreten, so die Bilanz der Kreisverwaltung. Die häufigen Warmjahre und die natürliche Populationsdynamik begünstigten die starke Vermehrung dieses Insekts. Regelmäßig starke Blattverluste durch den Fraß der Raupen können die Eichen auf Dauer nicht kompensieren. Durch das Trockenjahr 2018 sind die Eichen zusätzlich geschwächt und anfällig gegen Sekundärschädlinge. Es besteht die akute Gefahr, dass die die ökologisch wertvollen Eichenwälder absterben.

Laut der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden Württemberg ist die Anwendung eines Pflanzenschutzmittels zum Schutze der Eichen als Maßnahme der ordnungsgemäßen Forstwirtschaft der Waldbesitzer daher zulässig und notwendig. Andere Maßnahmen wie Absammeln oder Absaugen sind nicht möglich, weil die Bäume im Wald nicht mit einer Hebebühne angefahren werden können. Aus dem gleichen Grund scheide auch eine einzelbaumweise Ausbringung des Pflanzenschutzmittels mit Bodengeräten aus.

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