Im Dezember 1969 stimmten die Gemeinderäte von Oberrot und Hausen für den Zusammenschluss ihrer eigenständigen Gemeinden. Am 1. Januar 1970 wurde die Vereinigung vollzogen. Dieses Ereignis wird im nächsten Jahr ganz groß gefeiert. Deshalb läuft die diesjährige Ausstellung Kunst und Handwerk schon unter dem bezeichnenden Titel „Hausen und Oberrot“. „Zwar haben die beiden Hauptorte konfessionell unterschiedliche Wurzeln, dennoch passen sie bestens zusammen“, befand Bürgermeister Daniel Bullinger bei der Ausstellungseröffnung im Bürgersaal. Das machte er nicht zuletzt daran fest, dass Sängerinnen und Sänger der beiden Kirchengemeinden gemeinsam und in voller Harmonie den musikalischen Auftakt gestalteten. Asuka und Domenico Santurri sowie Karsten Stock leiteten und begleiteten abwechselnd den vereinten Chor. Zwar hatte der frühere Oberroter Bürgermeister Dieter Eisele zugesagt, die Einführung zu übernehmen, doch er sagte kurzfristig ab.

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Oberrot

Bereits zum 19. Mal präsentieren Oberroter Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten im Rathaus. Das sind in diesem Jahr Erwin Bühler und Erich Tews mit ideenreichen und filigranen Holzarbeiten, Walburga Rauscher, Angelika Wöhrle, Petra Mangold und Birgit Baumgartner mit interessanten Gemälden, die vielfach Oberroter und Hausener Motive zum Thema haben.

Martina Riener zeigt die verschiedenen Wappen der Gemeinde und andere formschöne Keramik. Richtige Hingucker sind die bemalten Glaskugeln von Walburga Rauscher, und eine echte Fleißarbeit ist die Collage von Angelika Wöhrle. Zeitungsausschnitte und Bilder dokumentieren, wie die Orte Oberrot und Hausen zusammenwachsen. In einem Artikel ist von „Vernunftehe“ die Rede. Dazu meinte der Bürgermeister: „Mit Augenzwinkern könne man das auch so sehen: Hausen hat den Erlenhof verloren und Oberrot gewonnen. Die Aalternative hätte Fichtenberg geheißen.“ Und wenn auch nicht als Liebesheirat, sondern als Vernunftehe gestartet, so führten beide Partner doch bis heute eine gute Ehe. Er jedenfalls sehe nur Gewinner.

Diese Vielfalt zeige, sagte er, welches künstlerische Potential in der Gemeinde stecke. Und darüber freue er sich sehr. Natürlich vergaß er nicht, auf den frisch gedruckten Heimatkalender 2020 hinzuweisen. Offizieller Verkaufsstart ist auf dem Krämermarkt am 3. Oktober. Außerdem bedankte sich Bürgermeister Daniel Bullinger bei Larissa Windmüller, Sabrina Porst und Mitarbeitern des Bauhofs, ohne deren Mithilfe die Organisation und Durchführung der Ausstellung nicht möglich wäre.

Petra Mangold schloss sich an und überreichte stellvertretend für die Künstlerriege an Hauptorganisatorin Larissa Windmüller einen Blumenstrauß. Beim anschließenden Stehempfang auf Einladung der Gemeinde gab es noch sehr viele angeregte Gespräche.

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Gaildorf

Info


Zu sehen sind die Arbeiten bis 4. Oktober während den Sprechstunden im Rathaus. Zusätzlich an den Sonntagen 29. September und 6. Oktober von 14 bis 17 Uhr sowie am Donnerstag, 3. Oktober, von 11 bis 17 Uhr.