Die holprige Piste durch den Oberroter Teilort Hausen könnte bald Geschichte sein. Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte signalisiert, den schadhaften Fahrbahnbelag der Landstraße 1050 zu erneuern, wenn die Gemeinde gleichzeitig die kommunale Infrastruktur im Straßenbereich erneuert. Im Zuge dessen könnten auch die Anlieger Zuschüsse bekommen, wenn sie auf ihrem Grundstück zur Ortsverschönerung beitragen.

Hausener Sanierung ist im Landesprogramm

Inzwischen ist der Antrag bewilligt. Die städtebauliche Sanierungsmaßnahme „Hausen II“ wurde ins Landessanierungsprogramm aufgenommen und mit einem Förderrahmen von knapp 1,17 Millionen Euro ausgestattet. Vorab waren vorbereitende Untersuchungen notwendig, damit beauftragt der kommunale Dienstleister Landsiedlung Stuttgart. Projektleiter Wolfgang Mielitz stellte den Sachstandsbericht in der Gemeinderatssitzung vor.

Anhand der Fragebogen-Rückläufe hatte er eine Reihe interessanter Erkenntnisse zutage gefördert. Die 195 Einwohner im Bereich des festgelegten Sanierungsgebiets verteilen sich auf 26 Haushalte und 64 Wohngebäude. Es gibt viele Einpersonenhaushalte, und mehr als die Hälfte der Einwohner sind über 55 Jahre alt. Das alles gelte es zu berücksichtigen, sagte Mielitz. Außerdem müsse Überzeugungsarbeit geleistet werden, damit sich möglichst viele Haus- und Grundbesitzer der Ortsverschönerung anschließen. 14 hätten konkretes Interesse angemeldet, drei hätten kleinere Maßnahmen im Sinn und zwei dächten eventuell an eine Veräußerung.

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Die Antragstellung sei unkompliziert. Es reiche aus, sich zu melden, dann würden die Einzelmaßnahmen geprüft. Er regte an, noch vor Beginn eine Bewertung vorzunehmen, um die sanierungsbedingten Anfangswerte, die Endwerte sowie die Bodenwertsteigerung, die dadurch zu erwarten ist, ermitteln zu lassen.

Die Gemeindeverwaltung hatte bereits ein entsprechendes Angebot eingeholt und schlug vor, das Sachverständigenbüro Markus Laiblin aus Stuttgart zum Endpreis von 18 742 Euro zu beauftragen.

Lange Diskussionen gab es an diesem Abend nicht. Der öffentlichen Sitzung war eine nichtöffentliche Klausurtagung des Gemeinderats vorausgegangen, in der alle relevanten Themen besprochen wurden. Außerdem waren die Pläne und Ziele der Sanierung bereits in der Sitzung vor knapp einem Jahr ausführlich dargestellt und erörtert worden.

Start noch in diesem Jahr

Letztlich hatte der Gemeinderat die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme nur noch förmlich zu beschließen und das Sanierungsgebiet festzulegen. Das Gremium nahm den Untersuchungsbericht samt Stellungnahmen zur Kenntnis und stimmte den Abwägungsvorschlägen zu. Geplant ist, mit den ersten Maßnahmen noch in diesem Jahr zu beginnen. Laut Satzung läuft das Projekt bis zum 30. April 2030.

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Eine entsprechende Bürgerinformation ist für Montag, 4. November, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Hausen vorgesehen.