Der Finanzzwischenbericht für das Haushaltsjahr 2019 in Oberrot spiegelt nicht durchgehend die positiven Erwartungen wider. Gewerbesteuerrückzahlungen für die vergangenen Jahre in Höhe von 1,4 Millionen Euro drücken das Zwischenergebnis. War Kämmerin Petra Walch zu Beginn des Jahres noch von Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 2,5 Millionen Euro ausgegangen, so musste sie diese Zeile auf rund eine Million runter korrigieren. Andere Ergebnisse wiederum fallen zufriedenstellend aus.

„Der Bestand an liquiden Mitteln ist sehr überschaubar“, heißt es weiter im Bericht der Schatzmeisterin. Die Liquidität sei aber gegeben und die gesetzliche Vorgabe erfüllt. Verfügte die Gemeinde zu Beginn des Jahres noch über flüssige Mittel in Höhe von 1,1 Millionen Euro, so war diese Zahl bis zum 10. September auf 487.867 Euro geschrumpft. Aktuelle Bauprojekte könnten abgewickelt werden, heißt es vonseiten der Verwaltung. Kassenkredite müssten nicht aufgenommen werden. Die anstehenden Zahlungsverpflichtungen ließen sich durch die eingehenden Abschlagszahlungen wie Wasserzins oder Steuern abdecken.

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Weil für dieses Jahr im Haushalt eingeplante Investitionskosten, zum Beispiel für das Sanierungsgebiet Hausen in Höhe von 97.000 Euro, erst 2020 zu Buche schlagen, gibt’s noch ein wenig Luft zum Atmen. Entnahmen aus angelegten Geldern sind momentan nicht vorgesehen. Allerdings behält sich die Verwaltung das bei akutem Bedarf vor. Bei der BHF-Bank lagern knapp zwei Millionen und bei der VR-Bank weitere 2,2 Millionen Euro. Letztere wären jederzeit abrufbar.

Andere ausgewiesene Zahlen weichen nicht in so erheblichem Maße von den Ansätzen ab. Der Schuldenstand betrug zu Beginn des Jahres rund 780.817 Euro. Die Tilgungsrate von 78.391 Euro abgezogen, verbleiben noch 702.426 Euro. Die Einwohnerzahl von 3595 zum Stichtag 31. Dezember 2018 zugrunde gelegt, beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung derzeit 195,39 Euro. Die dürfte allerdings in den nächsten Jahren in Anbetracht der anstehenden Investitionen nicht zu halten sein, mutmaßte Bürgermeister Daniel Bullinger. Der Gemeinderat nahm den Finanzzwischenbericht zustimmend zur Kenntnis. Den bereits entstandenen über- und außerplanmäßigen Ausgaben stimmte er ebenfalls zu.

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