Wirtschaftstag Oberes Murrtal will Breitbandausbau weiter forcieren

Murrhardt / swp 04.04.2018

Der 4. Wirtschaftstag Oberes Murrtal wurde zum Anlass genommen, Bilanz zu ziehen und Ausblick in die Zukunft zu geben. Beim Ausbau der Stärken wurde  um die Unterstützung von Land, Region und Kreis gebeten. Es wurde  klargestellt, wie der Wirtschaftsstandort weiterhin attraktiv bleibt und welche Defizite angegangen werden müssen. Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut ging in ihrer Rede insbesondere auf die Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg im Zuge der Digitalisierung ein.

Nach festlichen Fanfarenklängen von Nachwuchstrompetern der Musikschule Schwäbischer Wald/Limpurger Land konnte Bürgermeister Armin Mößner eine stattliche Anzahl an Teilnehmern beim Wirtschaftstag Oberes Murrtal in der Murrhardter Festhalle willkommen heißen. Er ging auf die in den vergangenen Jahren um 450 Einwohnerinnen und Einwohner gestiegene Einwohnerzahl ein. Seit dem letzten Wirtschaftstag konnten rund 350 Arbeitsplätze durch neue Unternehmen, Arbeitsplatzverlagerungen an den Standort Murrhardt sowie durch die gute Konjunkturlage geschaffen werden. So kämen seitdem rund 250 Beschäftigte mehr als Einpendler an den Standort Murrhardt zum Arbeiten. Auch der historische Höchststand der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten am Wohnort Murrhardt mit 5.218 Personen spiegelt die aktuelle Arbeitslosenquote im Raum Backnang/Murrhardt von 3,8 Prozent wider. Dazu kommt die gestiegene Steuerkraft der Stadt, insbesondere durch die Gewerbesteuereinnahmen 2017 mit 5,2 Millionen Euro. Dieser Wert stellt den höchsten Wert der Gewerbesteuer in Murrhardt dar, wofür Mößner den Unternehmerinnen und Unternehmern, Betriebsleitern und den Beschäftigten für diese starke Gemeinschaftsleistung dankte.

Der Vorsitzende des Unternehmerforums Oberes Murrtal, Rolf Barreuther, ging in seiner Rede aus Sicht der Unternehmen auf die gute Wirtschaftslage und die gute Entwicklung des Standorts Oberes Murrtal ein. Auf dem Weg hin zur Modellregion konnten einige Schritte nach vorne gemacht werden.

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut thematisierte die Wirtschaftspolitik, Herausforderungen im Zuge der Digitalisierung und die infrastrukturelle Entwicklung des Oberen Murrtals. „Der Halbstundentakt auf der Murrbahn ist ein enormer Schritt nach vorne. Davon werden Sie massiv profitieren“, so Hoffmeister-Kraut. Sie gab sich optimistisch, dass der Standort Oberes Murrtal Chancen habe und diese ausnutzen wird.

Das Land hat 2017 100 Millionen Euro in die digitale Infrastruktur investiert. Sie gibt sich optimistisch, dass hier in Zukunft noch mehr passieren wird. „Wir müssen besser werden“, mahnt die Ministerin, „wir hinken anderen stark hinterher.“ Gerade auch im Oberen Murrtal müsse der Breitbandausbau weitergehen. Dieser sei ein so wichtiges Thema. Nur so könne gewährleistet werden, dass man vor der Konkurrenz nicht gänzlich das Nachsehen habe.

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten unter Moderation von Rolf Barreuther (UFOM) und Bürgermeister Armin Mößner Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Thomas S. Bopp (Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart), Landrat Dr. Richard Siegel, Markus Beier (Geschaftsführer IHK Bezirkskammer Rems-Murr) und Erwin Schmidt (Vertreter der Kreishandwerkerschaft) Themen wie bezahlbaren Wohnraum, die Mobilität der Zukunft in der Region, den Fachkräftemangel in der Industrie und im Handwerk sowie die aktuelle wirtschaftliche Lage in der Region und das Thema Verbesserung der Verkehrsanbindung.

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