Oberrot Noch schnell ein Apfelbäumchen gepflanzt

Pfarrer Andreas Balko, Daniel Bullinger, Vorstandsmitglied der SDW-Kreisgruppe und Oberrots Bürgermeister sowie sein Mainhardter Kollege Damian Komor, Vorsitzender des SDW-Kreisverbandes, bei der Pflanzaktion am Neubau des Feuerwehrmagazins.
Pfarrer Andreas Balko, Daniel Bullinger, Vorstandsmitglied der SDW-Kreisgruppe und Oberrots Bürgermeister sowie sein Mainhardter Kollege Damian Komor, Vorsitzender des SDW-Kreisverbandes, bei der Pflanzaktion am Neubau des Feuerwehrmagazins. © Foto: Privat
Oberrot / swp 10.11.2018
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald wirbt bei Pflanzaktion in Oberrot für ihr Anliegen.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hat in Kooperation mit der Gemeinde Oberrot und der evangelischen Kirchengemeinde Oberrot am Neubau des Feuerwehrhauses in Oberrot einen Apfelbaum gepflanzt. Die Pflanzaktion stand unter dem Motto: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“.

Der Vorsitzende des SDW-­Kreisverbandes Schwäbisch Hall, der Mainhardter Bürgermeister Damian Komor, stellte die Arbeit des Vereins kurz vor. Ein Schwerpunkt ist es, den Menschen den Wald näherzubringen und die Wichtigkeit von Wäldern in den Fokus zu rücken. Dazu sucht die SDW interessierte und engagierte Mitbürger auch im Landkreis Schwäbisch Hall. Mit Aktionen wie der Baumpflanzaktion zum Reformationsjubiläum im letzten Jahr möchte die SDW auf ihre Arbeit aufmerksam machen.

Die Baumpflanzaktion in Oberrot wurde in das Jahr 2018 verlegt, da die Außengestaltung des Neubauteils der Feuerwehr im letzten Jahr eine solche Aktion noch nicht zuließ. Das wurde am Reformationstag nachgeholt. In seiner kurzen geistlichen Ansprache ging Pfarrer Andreas Balko da­rauf ein, dass das Anliegen der Reformation im Jahr 2017 genauso aktuell sei wie im Jahr 2018. Er wies darauf hin, dass das Motto der Pflanzaktion zwar Martin Luther zugeschrieben werde, aber wohl nicht von ihm stamme. Der erste belegbare Nachweis stamme aus dem Jahr 1944 aus dem Rundbrief der Bekennenden Kirche in Hessen.

Immer wieder gebe es Befürchtungen über einen Weltuntergang. Gott war dabei Luthers große Befreiung: „Nichts soll mich in Angst erdrücken oder erstarren lassen. Nichts soll mich vom Leben abbringen. Hier und jetzt und heute – und morgen – kann ich in meinem Leben etwas von der Güte Gottes erfahren.“ Für die Menschen bedeute dies heute: „Gott lässt seine Schöpfung nicht im Stich. Heute leben, heute Neues beginnen, in jeder Hinsicht etwas säen und pflanzen – und weiter lieben und hoffen“, so Pfarrer Balko.

Die SDW ist ein gesetzlich anerkannter Naturschutzverband. Sie darf deshalb in allen Planungen mitwirken, die Wald und Natur beeinflussen. Sie wurde 1947 gegründet und hat 25.000 Mitglieder in circa 400 SDW-Gruppen, heißt es auf der Homepage der Schutzgemeinschaft. Ihr Landesvorsitzender ist Karl-Wilhelm Röhm, sein Stellvertreter der frühere Murrhardter Bürgermeister Ulrich Burr.

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