Vereine Neustart mit Rückenwind aus Hall

Glückliche Gesichter, weil der VdK-Ortsverband Gaildorf die Arbeit wieder aufnimmt:  Bürgermeister Frank Zimmermann, Ortsverbandsvorsitzender Erich Hübner, Frauenvertreterin Katja Takac, Kassiererin Carola Schwarz, Kreisverbandsvorsitzender Horst Hartmann, Stefan Pfeil vom VdK-Landesverband (von links). Es fehlt Schriftführerin Marie Claude Schmid.
Glückliche Gesichter, weil der VdK-Ortsverband Gaildorf die Arbeit wieder aufnimmt:  Bürgermeister Frank Zimmermann, Ortsverbandsvorsitzender Erich Hübner, Frauenvertreterin Katja Takac, Kassiererin Carola Schwarz, Kreisverbandsvorsitzender Horst Hartmann, Stefan Pfeil vom VdK-Landesverband (von links). Es fehlt Schriftführerin Marie Claude Schmid. © Foto: Brigitte Hofmann
Gaildorf / Von Brigitte Hofmann 26.06.2017
Über Jahre hinweg lief nichts mehr beim  VdK-Ortsverbands Gaildorf.  Mit Unterstützung aus Schwäbisch Hall will ein neu gewählter Vorstand ihn wieder beleben.

1950 gegründet, zählt der VdK-Ortsverband Gaildorf aktuell  153 Mitglieder. Immerhin rund zehn Prozent waren bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Bräuhaus anwesend. In früheren Jahren Backnang zugeordnet, gehören die Gaildorfer seit 2010 zum Kreisverband Schwäbisch Hall. Der musste dann auch die Geschäfte übernehmen, nachdem die Vorsitzende Erika Graf Ende 2012 ihr Amt abgegeben hatte.

Nach vergeblichem Ringen um eine Nachfolge fiel der Ortsverband in einen Dornröschenschlaf, bis Erich Hübner den Entschluss fasste, ihn wieder zu wecken. Der Unterroter ist stellvertretender Vorsitzender  des Kreisverbands und auch anderweitig sozial engagiert.

Horst Hartmann aus Michelfeld, der Vorsitzende des Kreisverbands, ein Großteil seiner Vorstandskolleginnen und -kollegen sowie Stefan Pfeil vom Landesverband standen beim Neustart Pate. Auch Bürgermeister Frank Zimmermann, der seine Freude darüber zum Ausdruck brachte und gern die Bitte erfüllte, die vorgeschriebene Entlastung des früheren  Vorstands vorzunehmen.

Gemeinnützigkeit verloren

Weil die Geschäfte, sprich die Verwaltung der Mitglieder, in der Übergangszeit vom Kreisverband abgewickelt wurden, durfte Kassier Reinhard Kreher aus Vellberg den Kassenbericht von mehreren Jahren vortragen.  Revisor Dieter Schmidt aus Obersontheim hatte nichts zu beanstanden. Da Jahr für Jahr mehr drauf kam als weg ging, war das Vereinsvermögen so gewachsen, dass die Gemeinnützigkeit verloren ging.

Die Wahlen waren gut vorbereitet. Vorsitzender Erich Hübner, Kassiererin Carola Schwarz, Schriftführerin Marie Claude Schmid und Frauenvertreterin Katja Takac bilden den Vorstand. Vorrangige Aufgabe wird sein, die Gemeinnützigkeit wieder herzustellen. Gesucht werden noch Personen für das Amt des oder der stellvertretenden Vorsitzenden, als Beisitzer  sowie  Obleute für die einzelnen Bereiche. Ein Kassenprüfer war auch nicht in Sicht, sodass vermutlich der Kreisverbandsrevisor nochmal einspringen muss.

Jüngere Mitglieder gewinnen

Erich Hübner dankte für den Vertrauensvorschuss. Er möchte Ansprechpartner, Berater und Wegweiser sein. In Planung sind Besenausfahrt, Kaffeenachmittag und Adventsfeier. Hübner und Hartmann, der seit März an der Spitze des Kreisverbands steht, haben viel vor: Nach vorne schauen, gegebenenfalls Dinge verändern, neue und  vor allem jüngere Mitglieder werben. Außerdem sollen alle neun Ortsverbände eine eigene Homepage haben.

Größter Sozialverband Deutschlands

Geschichte Einst als Verein der Kriegsversehrten und -hinterbliebenen gegründet, hat sich der VdK zum größten Sozialverband Deutschlands entwickelt. Er zählt rund 1,8 Millionen Mitglieder und setzt sich seit mehr als 70 Jahren für soziale Gerechtigkeit ein. Er agiert parteipolitisch und konfessionell neutral und  finanziell unabhängig.

Beratung Kompetente Beratung ist das Markenzeichen des Sozialverbands VdK, und davon profitieren die Mitglieder.  Er berät bei Antragstellungen,  Klageverfahren vor den Sozialgerichten und anderen Dingen. Ab August wird der Kreisverband den 1800 Mitgliedern in Schwäbisch Hall auch wieder Sozialsprechstunden anbieten. Elfriede Dambach-Reichert hat sich als Vertrauensperson dazu bereit erklärt. hof